Eine blitzsaubere Siegesserie hatten die Profis von Generali Haching hingelegt. Seit dem Saisoneröffnungsspiel der Volleyball-Bundesliga in Berlin, das sie 1:3 bei den BR Volleys verloren hatten, eilten die Münchner von Erfolg zu Erfolg, gewannen acht Spiele in Folge, ob in Friedrichshafen, Bühl oder Düren. Sie eroberten so die Tabellenspitze.

Partie dauerte nur 83 Minuten

Bis sie am Sonntag erneut auf den Deutschen Meister trafen, diesmal vor heimischer Kulisse. Doch der Sieger war wieder der gleiche: Die BR Volleys gewannen souverän mit 3:0 (25:18, 26:24, 25:21). Nach nur 83 Minuten war die Partie zu Ende. Und Haching hat seine Spitzenposition an den VfB Friedrichshafen verloren. Die Berliner bleiben, mit einem Spiel Rückstand, Tabellenvierter.

Sie haben damit zugleich ihre Erfolgsserie ausgebaut, feierten den elften Pflichtspielsieg nacheinander. Darunter war auch das 3:0 im Pokal-Halbfinale gegen die Hachinger, die den BR Volleys offenbar liegen. Im ersten Satz führte eine Aufschlagserie von Robert Kromm (14 Punkte) zur 16:10-Führung, die sich die Gäste nicht mehr nehmen ließen. Im zweiten Durchgang wuchs der Widerstand der Hachinger, aber auch hier setzten sich die Berliner knapp durch. Der abschließende Satz war erneut hart umkämpft und bis zum 19:19 völlig offen, ehe Schmetterschläge von Paul Carroll (16 Punkte) die Entscheidung brachten.

Lebedew lobt sein Team, das gemeinsam Lösungen findet

Trainer Mark Lebedew freute sich: „Das Ergebnis ist gerecht. Man muss sagen: Wir haben einen guten Lauf.“ Die Mannschaft habe sich im Dezember eine gute Form erarbeitet, was sich jetzt auszahle. Herauszuheben sei niemand aus dem Team, sagte Lebedew, der fast komplett seine Startformation durchspielen ließ: „Das gehört zu den Stärken dieser Spieler: dass sie gemeinsame Lösungen finden.“ Die nächste schwere Aufgabe wartet am Donnerstag auf die Berliner. Dann treten sie im ersten Play-off-Spiel der Champions League gegen den russischen Favoriten Zenit Kasan in der Max-Schmeling-Halle an.

BM