Volleyball

Champions League beflügelt die BR Volleys

Berlins Sportteam des Jahres besiegt Izmir mit 3:0 und kann nun bereits mit dem Play-off planen. Nächste Woche wollen die Berliner in der Schmeling-Halle Topspiel gegen ihr Punktkonto noch aufbessern.

Foto: nph / Schulz / picture alliance / nordphoto

Der deutsche Volleyball-Meister BR Volleys hat sein erstes Saisonziel so gut wie sicher erreicht. Die Mannschaft von Trainer Mark Lebedew besiegte in der Champions League den türkischen Titelträger Arkas Izmir souverän mit 3:0 (25:20, 25:23, 25:14), hat damit zwölf Punkte in der Gruppe D auf dem Konto und kann mit dem Play-off planen. Im vergangenen Jahr reichten schon elf Zähler zum Weiterkommen. Und es können ja noch mehr werden: Am 18. Dezember kommt es erneut in der Schmeling-Halle nun zum abschließenden Topspiel gegen Diatec Trentino. Allerdings können die Berliner den italienischen Champion nicht mehr von Platz eins verdrängen.

Kein Vergleich zum schwachen Auftritt am vergangenen Sonnabend in der Bundesliga gegen Dresden: In der Champions League spielen die Berliner meisterlich. „Es war noch einmal ein Schritt nach vorn“, freute sich Lebedew, „wir waren von Anfang an so fokussiert und konzentriert, dass man sehen konnte: Wir werden gewinnen.“ Auch Geschäftsführer Kaweh Niroomand war sehr zufrieden: „Es ist schön, das erste Etappenziel erreicht zu haben.“ Bei den Gästen wärmte sich der kanadische Star Gavin Schmitt zwar mit dem Team auf, für einen Einsatz war es nach seinem Ermüdungsbruch aber noch zu früh. So bestimmten die Gastgeber, die schon das Hinspiel in Izmir 3:1 gewonnen hatten, das Geschehen. Riskante, aber platzierte Aufschläge, variable Angriffe über verschiedene Akteure, ein häufig punktender Block und eine gute Feldabwehr – bei den Volleys, Berlins Sportteam 2013, lief es perfekt.

Volleys wollen auch gegen Trentino gewinnen

Eine starke Aufschlagserie von Kapitän Scott Touzinsky, in deren Folge Berlin mit fünf Punkten in Serie auf 14:8 davonzog, brachte die Entscheidung in Durchgang eins. Mehr Gegenwehr leisteten die Türken im zweiten Satz, machten sogar einen 17:21-Rückstand zum 21:21 wett. Doch nach einer Auszeit von Lebedew war seine Mannschaft wieder auf Kurs. Ein gelungener Angriff über Touzinsky im zweiten Versuch, zwei starke Blockaktionen beruhigten die Situation. Der Serbe Srecko Lisinac verwandelte den dritten Satzball zum schwer erkämpften 25:23.

Im Schlussabschnitt erarbeiteten sich die Gastgeber unter dem Jubel der 3784 Zuschauer, darunter auch einige türkische Fans, schnell wieder einen Vorsprung und ließen sich den glatten Drei-Satz-Sieg nicht nehmen. Touzinsky verwandelte den dritten Matchball nach 111 Minuten. Robert Kromm, mit 14 Punkten erfolgreichster Angreifer, analysierte: „Das war noch besser als vor einer Woche gegen Lugano.“ Und selbst, wenn es nicht mehr um Platz eins geht: „Wir versuchen, auch das Spiel gegen Trentino zu gewinnen.“