Ein letztes Mal ließ Leon Goretzka (31) den berühmtesten Kakadu Fußballdeutschlands landen. Der Mittelfeldspieler des FC Bayern München hatte die Porzellanstatue des Vogels auf dem Siegerpodest im Olympiastadion platziert, wo FCB-Kapitän Manuel Neuer Augenblicke später den DFB-Pokal in den Berliner Nachthimmel stemmte.

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3:0 hatten die Bayern den VfB Stuttgart am Samstagabend im Pokalfinale besiegt. Für Goretzka war es nach acht Jahren im Trikot des Rekordmeisters und -pokalsiegers das letzte Pflichtspiel für die Münchner. Bei dieser abschließenden Titelfeier sollte der Kakadu nicht fehlen.

Seit ihrer Entwendung aus einem Edelrestaurant bei der bayerischen Meisterfeier vor einem Jahr ist die Figur immer dabei, wenn die Elf von Trainer Vincent Kompany einen Titel begeht. Inzwischen ist der Kakadu inoffizielles Maskottchen der Mannschaft geworden.

FC Bayern München: Leon Goretzka gewann 16 Titel

Der Pokalsieg war Goretzkas 16. Klubtitel mit dem FC Bayern. Der Mittelfeldspieler war gegen Stuttgart in der 90. Minute eingewechselt worden und durfte noch den dritten Treffer von Harry Kane vom Elfmeterpunkt bejubeln.

Der englische Starstürmer hatte mit seinem Hattrick das Spiel im Alleingang gewonnen und damit ein Versprechen eingelöst. „Ich habe noch mal kurz mit Harry vorher gesprochen. Er meinte, er holt mir das Ding zum Abschied. Er hat auf jeden Fall sein Wort gehalten“, berichtete Goretzka im Anschluss.

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Der 31-Jährige verlässt den FCB nach dem Ende seines Vertrags im Sommer – und nach sieben Meisterschaften, drei Pokalsiegen, drei deutschen Supercups, dem europäischen Supercup, dem Klub-WM-Titel und dem Champions-League-Gewinn.

Dass sich in diesem Jahr nicht ein weiterer Henkelpott der Sammlung anschloss, bedauerte Goretzka: „Ich glaube, in dieser Saison hatten wir alle das Gefühl, dass das ganze große Ding möglich war.“

Goretzka traut FC Bayern Champions-League-Triumph zu

Zugleich blickte der gebürtige Bochumer zuversichtlich in die Zukunft seines baldigen Ex-Klubs: „Ich habe keinen Zweifel, dass die Jungs das früher oder später schaffen können, wenn die Mannschaft größtenteils so bestehen bleibt und der Trainer weiter so sein Ding durchzieht.“ Wohin es Goretzka nun zieht, ist offen. Ein Interesse aus Italien wird kolportiert.

„Ein schöner Abschluss“ sei der finale Triumph im 312. Pflichtspiel im Bayern-Trikot für Goretzka gewesen. „Ich habe mich manchmal etwas zurückgezogen aus der Feiertraube. Ich wollte mir das angucken und genießen, weil das hier eine ganz besondere Atmosphäre im Stadion ist.“

Wo auch immer Goretzka nach der WM-Teilnahme landen wird – er wird dann wohl ohne den Kakadu auskommen müssen.