Europameisterschaft

Fußball-EM 2016 in Frankreich - Spielplan & Termine

Am 10. Juni beginnt die EM 2016 in Frankreich. Alle Infos zum EM-Spielplan, Gruppen, Paarungen, Termine und Stadien in der Übersicht.

Antoine Griezmann führt mit sechs Treffern die EM-Torschützenliste an.

Antoine Griezmann führt mit sechs Treffern die EM-Torschützenliste an.

Foto: dpa

Zwischen den 10. Juni und dem 10. Juli wird in Frankreich bei der Euro 2016 der neue Fußball-Europameister gesucht. Seit der Auslosung am 12. Dezember 2015 in Nyon stehen alle Begegnungen der Vorrunde fest.

Gegen wen spielt die deutsche Nationalmannschaft? Wer ist der jeweilige Favorit der Gruppe? Welche Teams können im EM-Achtelfinale aufeinandertreffen und wann finden die Spiele statt? Hier finden Sie alle Informationen zur Vorrunde und der K.o.-Phase der EM-2016.

>>> Alle aktuellen Informationen und Nachrichten zur EM 2016 in Frankreich

Das sind die EM-Gruppen im Überblick

Gruppe A: Frankreich, Rumänien, Albanien, Schweiz

Gruppe B: England, Russland, Wales, Slowakei

Gruppe C: Deutschland, Ukraine, Polen, Nordirland

Gruppe D: Spanien, Tschechien, Türkei, Kroatien

Gruppe E: Belgien, Italien, Irland, Schweden

Gruppe F: Portugal, Island, Österreich, Ungarn

Das ist der Modus für Vorrunde und K.o.-Phase

Das Eröffnungsspiel zur EM 2016 wird Gastgeber Frankreich gegen Rumänien am Freitag, den 10. Juni 2016, im Pariser Stadion St. Denis austragen. Mit dem Anstoß um 21.00 Uhr beginnt gleichzeitig die EM-Vorrunde.

Gespielt wird in sechs Vierergruppen mit je vier Teams. Die Gruppen-Ersten und -Zweiten qualifizieren sich dabei ebenso für das Achtelfinale wie die vier besten Gruppen-Dritten. Von da an gilt der K.o.-Modus, in der es zu Verlängerung und Elfmeterschießen sind also bei der EM 2016 nicht ausgeschlossen.

Wegen der Aufstockung der Nationen werden 51 statt bisher 31 EM-Partien ausgetragen, daher auch die Verlängerung der EM-Dauer von drei auf vier Wochen. Die Finalphase beginnt am 25. Juni mit den Achtelfinals.

Spielplan der EM 2016 in Frankreich

Vorrunde

Gruppe A
Freitag, 10. Juni 2016
21.00 Uhr: Frankreich - Rumänien (Paris, St. Denis)
Samstag, 11. Juni 2016
15.00 Uhr: Albanien - Schweiz (Bordeaux)
Mittwoch, 15. Juni 2016
18.00 Uhr: Rumänien - Schweiz (Paris, Parc des Princes)
21.00 Uhr: Frankreich - Albanien (Marseille)
Sonntag, 19. Juni 2016
21.00 Uhr: Rumänien - Albanien (Lyon)
21.00 Uhr: Schweiz - Frankreich (Lille)

Gruppe B
Samstag, 11. Juni 2016
18.00 Uhr: Wales - Slowakei (Bordeaux)
21.00 Uhr: England - Russland (Marseille)
Mittwoch, 15. Juni 2016
15.00 Uhr: Russland - Slowakei (Lille)
Donnerstag, 16. Juni 2016
15.00 Uhr: England - Wales (Lens)
Montag, 20. Juni 2016
21.00 Uhr: Slowakei - England (St. Etienne)
21.00 Uhr: Russland - Wales (Toulouse)

Gruppe C
Sonntag, 12. Juni 2016
18.00 Uhr: Polen - Nordirland (Nizza)
21.00 Uhr: Deutschland - Ukraine (Lille)
Donnerstag, 16. Juni 2016
18.00 Uhr: Ukraine - Nordirland (Lens)
21.00 Uhr: Deutschland - Polen (Paris, St. Denis)
Dienstag, 21. Juni 2016
18.00 Uhr: Ukraine - Polen (Marseille)
18.00 Uhr: Nordirland - Deutschland (Paris, Parc des Princes)

Gruppe D
Sonntag, 12. Juni 2016
15.00 Uhr: Türkei - Kroatien (Paris, Parc des Princes)
Montag, 13. Juni 2016
15.00 Uhr: Spanien - Tschechien (Toulouse)
Freitag, 17. Juni 2016
18.00 Uhr: Tschechien - Kroatien (Saint Etienne)
21.00 Uhr: Spanien - Türkei (Nizza)
Dienstag, 21. Juni 2016
21.00 Uhr: Tschechien - Türkei (Lens)
21.00 Uhr: Kroatien - Spanien (Bordeaux)

Gruppe E
Montag, 13. Juni 2016
18.00 Uhr: Irland - Schweden (Paris, St. Denis)
21.00 Uhr: Belgien - Italien (Lyon)
Freitag, 17. Juni 2016
15.00 Uhr: Italien - Schweden (Toulouse)
Samstag, 18. Juni 2016
15.00 Uhr: Belgien - Irland (Bordeaux)
Mittwoch, 22. Juni 2016
21.00 Uhr: Italien - Irland (Lille)
21.00 Uhr: Schweden - Belgien (Nizza)

Gruppe F
Dienstag, 14. Juni 2016
18.00 Uhr: Österreich - Ungarn (Bordeaux)
21.00 Uhr: Portugal - Island (Saint Etienne)
Samstag, 18. Juni 2016
18.00 Uhr: Island - Ungarn (Marseille)
21.00 Uhr: Portugal - Österreich (Paris, Parc des Princes)
Mittwoch, 22. Juni 2016
18.00 Uhr: Island - Österreich (Paris, St. Denis)
18.00 Uhr: Ungarn - Portugal (Lyon)

Achtelfinale der Fußball-Europameisterschaft 2016

Samstag, 25. Juni 2016 15.00 Uhr: Schweiz - Polen (Marseille)
18.00 Uhr: Wales - Nordirland (Paris)
21.00 Uhr: Kroatien - Portugal (Lens)
Sonntag, 26. Juni 2016
15.00 Uhr: Frankreich - Irland (Lyon)
18.00 Uhr: Deutschland - Slowakei (Lille)
21.00 Uhr: Ungarn - Belgien (Toulouse)
Montag, 27. Juni 2016
18.00 Uhr: Italien - Spanien (Saint-Denis)
21.00 Uhr: England - Island (Nizza)

Viertelfinale der Fußball-Europameisterschaft 2016

Donnerstag, 30. Juni 2016 21.00 Uhr: Polen - Portugal (Marseille)
Freitag, 1. Juli 2016
21.00 Uhr: Wales - Belgien (Lille)
Samstag, 2. Juli 2016
21.00 Uhr: Deuschland - Italien (Bordeaux)
Sonntag, 3. Juli 2016
21.00 Uhr: Frankreich - Island (Saint-Denis)

Halbfinale der Fußball-Europameisterschaft 2016

Mittwoch, 6. Juli 2016
21.00 Uhr: Portugal - Wales (Lyon)
Donnerstag, 7. Juli 2016
21.00 Uhr: Deutschland - Frankreich (Marseille)

Finale der Fußball-Europameisterschaft 2016

Sonntag, 10. Juli 2016
21.00 Uhr: Portugal - Frankreich (Saint-Denis)

Das sind die schwierigsten EM-Gruppen

Während sich das DFB-Team über die vermeintlich einfachen Gegner freuen kann, hat es andere große Fußballnationen wesentlich härter erwischt. Laut Fifa-Weltrangliste ist die EM-Gruppe D die nominell stärkste Gruppe. Hier trifft Titelverteidiger Spanien auf Kroatien, die Türkei und Tschechien.

Mindestens ebenso schwer erscheint die Aufgabe für Italien (Gruppe E). Mit Belgien hat die "Squadra Azzurra" den derzeitigen Weltranglistenersten zugelost bekommen. Schweden mit Zlatan Ibrahimovic und die bissigen Iren, mit denen die DFB-Elf bereits in der EM-Qualifikation zu tun hatte, komplettieren die Gruppe.

Das ist der EM-Kader Deutschlands

Zum sechsten Mal wählte Joachim Löw als Bundestrainer 23 Spieler für ein großes Turnier aus. Dabei gab es mit BVB-Stürmer Marco Reus eine große Überraschung.

Löw berief zunächst 27 Spieler, mit denen er ins Trainingslager nach Ascona in der Schweiz reiste. Am 31. Juni 2016 wurde dann der endgültige Kader bekannt gegeben. Nicht mehr mit dabei sind Julian Brandt, Karim Bellarabi, Sebastian Rudy und Marco Reus, der wegen einer Schambeinverletzung ausfällt. "Reus hat noch große Probleme, er kann nur geradeaus laufen", kommentierte Löw seine Entscheidung.

Torhüter: Leno, Neuer, ter Stegen

Abwehr: Boateng, Can, Hector, Höwedes, Hummles, Mustafi, Rüdiger

Mittelfeld/Angriff: Draxler, Götze, Gomez, Müller, Khedira, Kimmich, Kroos, Özil, Podolski, Sané, Schürrle, Schweinsteiger, Weigl

Mit Joshua Kimmich (21) von Bayern München und Julian Weigl (20/Borussia Dortmund) sind zwei Feldspieler im Kader ohne bisherigen Länderspiel-Einsatz. Der Leverkusener Torhüter Bernd Leno (25) war von Löw zuvor zwar schon einmal nominiert, aber noch nicht eingesetzt worden. Auf ein Länderspiel bringt es bisher der Schalker Leroy Sané (20).

Das sind die Stadien der Europameisterschaft in Frankreich

Stade de France (81.338 Plätze)

Das französische Nationalstadion in Saint-Denis im Norden von Paris wurde anlässlich der Weltmeisterschaft 1998 gebaut. Mit 81.338 Plätzen ist es das größte Stadion Frankreichs. Allerdings ist es nicht die Spielstätte eines festen Vereins, sondern dient mehreren Nationalmannschaften unterschiedlicher Sportarten und bei Pokal-Endspielen als Austragungsort. Der Bau, der im Januar 1998 abgeschlossen wurde, verschlang insgesamt 407 Millionen Euro. Bemerkenswert: Die Tribünen im Unterrang können bewegt werden, um somit mehr Platz im Innenraum (beispielsweise für Leichtathletikbahnen) zu schaffen.

Stade Velodrome (67.394) in Marseille

Das Stade Vélodrome ist die Heimspielstätte des traditionsreichen Vereins Olympique Marseille. Es wurde extra für die EM 2016 auf eine Kapazität von 67.000 Plätzen ausgebaut. Auffällig ist die spektakuläre Dachkonstruktion, mit der nun alle Plätze vor Niederschlägen geschützt sind. Der Umbau dauerte von 2011 bis 2014 und kostete 267,5 Millionen Euro. Nach dem Nationalstadion, dem Stade de France in Saint-Denis, ist es das größte Stadion in Frankreich.

Stade des Lumières (58.927) nahe Lyon

Die nagelneue Sportstätte von Olympique Lyon wurde erst Anfang Januar 2016 fertiggestellt. Rund 59.500 Zuschauer finden darin Platz. Der ursprüngliche Name der Arena lautete "Stade des Lumières" (Stadion der Lichter), doch seit der Eröffnung heißt sie offiziell "Parc Olympique Lyonnais". Die Baukosten beliefen sich auf etwa 410 Millionen Euro. Neben dem Stade Pierre-Mauroy ist es das einzige Stadion, dass bei der WM 1998 in Frankreich noch nicht existierte und keine Spielstätte war.

Pariser Prinzenpark (51.000)

Das Prinzenparkstadion in der Hauptstadt Paris war bis zum Jahr 1998 das Nationalstadion Frankreichs und ist eines der ältesten Stadien des Landes. Bereits 1897 wurde das Stadion eröffnet und letztmals 1972 für 90 Millionen Euro umgebaut. Für die WM 1998 wurde das Stade de France in Saint-Denis gebaut und löste somit den Prinzenpark als Nationalstadion ab. Seitdem wird der Parc des Princes hauptsächlich nur noch für die Heimspiele von Paris St. Germain genutzt. Es bietet Platz für 49.000 Zuschauer.

Stade Pierre-Mauroy (50.186) nahe Lille

Der 2012 eingeweihte Fußballtempel des OSC Lille in Villeneuve-d’Ascq der Metropolregion Lille verfügt, wie die Veltins-Arena in Gelsenkirchen, über ein schließbares Dach und wurde vom Architekturbüro Valode & Pistre und dem Architekten Pierre Ferret entworfen. Bemerkenswert: Die Arena kann halbiert werden und in eine 30.000 Fans fassende Halle (beispielsweise für Basketball) umgewandelt werden. Benannt ist es nach Pierre Mauroy, der fast drei Jahrzehnte lang Bürgermeister der Stadt Lille war. Es besitzt eine Zuschauerkapazität von 50.083 Plätzen und kostete insgesamt 282 Millionen Euro. Die hochmoderne Sportanlage wurde von der Metropolregion und privaten Sponsoren finanziert und als eine von zehn Spielstätten der EM 2016 in Frankreich ausgewählt.

Stade Bollaert-Delelis (45.000) in Lens

Das Stade Bollaert-Delelis beheimatet den französischen Zweitligisten RC Lens und war bereits Austragungsort bei der Weltmeisterschaft 1998. Damals wurde die Kapazität von 50.000 auf 41.800 Plätze reduziert. Im Zuge der Umbaumaßnahmen für die EM 2016 wird die Zahl nun nochmal auf 38.223 Plätze verringert. Bemerkenswert: Das Stadion fasst mehr Fans als die Stadt Lens Einwohner hat (ca. 37.000). Die Renovierung dauert allerdings noch an und soll erst Ende 2015 endgültig abgeschlossen werden. Der RC Lens trägt aber seit Beginn der Saison 2015/16 seine Heimspiele wieder im Stade Bollaert-Delelis aus.

Nouveau Stade de Bordeaux (42.052)

Bei der Fußball-WM 1998 wurde in Bordeaux noch im Stade Chaban-Delmas ehemals Stade du Parc Lescure gespielt, doch für die Fußball-EM 2016 wurde in der Stadt in Frankreichs Südwesten das Nouveau Stade de Bordeaux (eigentlicher Name: Matmut Atlantique) gebaut. Seit seiner Eröffnung am 23. Mai 2015 trägt der ansässige Erstligist Girondins Bordeaux seine Heimspiele vor bis zu 42.052 Plätze aus. Das neue Stadion wurde, wie die Münchner Allianz Arena, vom Architektenbüro Herzog & de Meuron geplant. Die Baukosten waren mit 183 Millionen Euro veranschlagt.

Stade Geoffroy-Guichard (41.950) in Saint-Etienne

Bereits bei der Fußball-EM 1984 und der WM 1998 war das Stade Geoffroy-Guichard von Saint-Étienne Spielort. Die Heimstätte des Fußballvereins AS Saint-Étienne existiert bereits seit 1931 und fasst aktuell 35.616 Zuschauer. Das Stadion besitzt vier Tribünen, die jeweils in zwei Ränge unterteilt sind. Benannt ist die Arena nach dem Gründer der Einzelhandelskette Casino. Der Ursprung des Vereins AS geht auf die Mitarbeiter seiner Firma zurück.

Stadium Municipal (41.000) in Toulouse

Nicht im Walde von Toulouse, sondern auf einer Insel im Fluss Garonne steht das Stadium Municipal. Es wird nach der WM 1938 und der WM 1998 nun zum dritten Mal Austragungsort eines großen Fußball-Turniers. Zudem war es ein Spielort bei insgesamt drei Rugby-Union-Weltmeisterschaften (1991, 1999, 2007). Für die EM-Endrunde 2016 wurde die 1937 eröffnete Spielstätte nochmals für 40 Millionen Euro renoviert. Sowohl der FC Toulouse, als auch vereinzelt die Rugby-Mannschaft Stade Toulousain tragen hier ihre Heimspiele aus.

Stade de Nice (35.624) in Nizza

Das Stade de Nice wurde im September 2013 eröffnet und ist die neue Heimat des OGC Nizza. Der 35.624 Fans fassende Neubau kostete 245 Millionen Euro. Doch auch für Rugby-Spiele ist die neue Arena konzipiert, dafür lassen sich die Tribünen hinter den Toren zurückfahren. Eigentlich heißt das Stadion "Allianz Riviera", doch nachdem der Versicherungskonzern kein UEFA-Partner ist, muss das es einen neutralen Namen während der Europameisterschaft tragen. Das gleiche galt 2006 bekanntlich für die Münchner Allianz Arena.