BUNDESLIGA

Hertha mit Stocker, Cigerci und Pekarik gegen den FC Bayern

Nach dem Pokalaus haben die Herthaner müde Beine. Darida fällt aus, zudem macht sich Trainer Pal Dardai Sorgen um Brooks und Jarstein

Hertha-Trainer Pal Dardai macht sich Sorgen um einige Spieler. Mit Frische und Laufstärke will er den Bayern aber trotzdem einen Punkt klauen

Hertha-Trainer Pal Dardai macht sich Sorgen um einige Spieler. Mit Frische und Laufstärke will er den Bayern aber trotzdem einen Punkt klauen

Foto: Klaus-Dietmar Gabbert / dpa

BERLIN.  Siege geben Kraft. Sie machen Mut, sorgen für Euphorie und vertreiben die Müdigkeit, die sich nach 30 Spieltagen logischerweise in den Beinen der Bundesliga-Fußballer breit gemacht hat. Mit einem Sieg am Mittwoch im Pokalhalbfinale gegen Borussia Dortmund wären die Lebensgeister mit Sicherheit überfallartig in die ausgelaugten Herthaner zurückgekehrt, so aber liegt der letzte Sieg der Berliner fünf Wochen zurück, und Hertha-Trainer Pal Dardai referierte in der Pressekonferenz am Donnerstag vorrangig über seine erschöpften ­Leistungsträger.

In den letzten vier Partien muss die Mannschaft noch einmal Gas geben

Statt des regulären Auslaufens habe er mit dem Team lieber Straßenfußball gespielt, „um die Müdigkeit rauszu­bolzen“, sagte er. Der große Pokaltraum ist zwar geplatzt, aber nun müssen die Kräfte noch einmal mobilisiert werden, um sich nicht am Ende um den Lohn für die harte Arbeit vor und in dieser Saison zu bringen. Mit 49 Punkten steht Hertha auf Platz vier der Bundesliga, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt.

Stocker macht einen guten Eindruck und soll für Frische sorgen

Vier Spiele stehen noch aus, in denen Hertha die Möglichkeit hat, sich einen Champions-League-Platz zu erspielen, sie können aber rechnerisch auch noch aus den Europa-League-Plätzen herausrutschen. „Es braucht jetzt frische Kräfte“, sagte Dardai und legte fest, dass Tolga Cigerci, Valentin Stocker und Peter Pekarik am Sonnabend gegen den FC Bayern München von Anfang an dabei sind (15.30 Uhr, Olympiastadion). Stocker hatte zuletzt im Oktober in Herthas Startformation gestanden. „Er macht einen guten Eindruck, und das erste Spiel aus dem Nichts funktioniert immer“, sagte Dardai. Zudem sei Genki Haraguchi am Limit angekommen, glaubt er.

John Brooks (Knieschmerzen) und Rune Jarstein (Hüftprobleme) konnten nicht trainieren, ob sie einsatzfähig sein werden, soll sich am heutigen Freitag entscheiden. Außerdem hat Vladimir Darida noch mit seiner Innenband-Dehnung im Knie zu kämpfen. Der laufstarke Tscheche, den Dardai gern als „Herz und Lunge unseres Spiels“ bezeichnet, fehlte Hertha am Mittwoch sehr, Dardai wird aber auch gegen Bayern und Leverkusen auf ihn verzichten. „Ich will niemand zu früh wieder aufstellen“, sagte der Hertha-Trainer und fügte an: „Ich brauche Vladi in den letzten beiden Spielen – ohne Schmerzen.“

Ein Unentschieden gegen Bayern wäre ein Sieg für Hertha

Gegen die Bayern, die sich am Sonnabend im Olympiastadion schon zum Meister küren können, will er mit neuen Spielern „über das Läuferische und die Frische gehen. Wir wollen den Bayern einen Punkt klauen, dann bleibt die Meisterschaft noch offen“, sagte Dardai. Vor allem aber braucht Hertha den Punkt und auch das Erfolgserlebnis. Denn ein Unentschieden gegen Bayern, das ist vom Gefühl her wie ein Sieg ­– und der gibt Kraft.