Eishockey

Ex-Eisbär James Sharrow schießt Wolfsburg ins DEL-Finale

Die Wolfsburg Grizzleys gewinnen im sechsten Halbfinal-Play-off-Spiel gegen die Nürnberg Ice Tigers und treffen im Finale auf München.

James Sharrow trifft zum vorentscheidenden 2:0 für Wolfsburg

James Sharrow trifft zum vorentscheidenden 2:0 für Wolfsburg

Foto: Armin Weigel / dpa

Nürnberg.  Red Bull München bekommt es bei der ersten Finalteilnahme in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) in einem Nord-Süd-Duell mit den Grizzlys Wolfsburg zu tun.

Nachdem der Hauptrundensieger am Freitag die Kölner Haie in seiner „Best of seven“-Halbfinalserie mit 4:1 ausgeschaltet hatte, entschieden die Wolfsburger das Duell mit den Nürnberg Ice Tigers am Sonntag durch ein 2:1 (0:0, 2:0, 0:1) bei den Franken mit 4:2 für sich.

Sebastian Furchner (27.) und James Sharrow, der vor der Saison vom EHC Eisbären nach Niedersachsen wechselte, in Unterzahl (36.) trafen für die Grizzlys, die 2011 im Finale klar an den Eisbären gescheitert waren (0:3). Der frühere NHL-Superstar Dany Heatley verkürzte im Schlussdrittel für Nürnberg (44.), zu mehr reichte es trotz einer Menge guter Chancen nicht mehr.

Wolfsburg ist Außenseiter

Ab Freitag (19.30 Uhr/ServusTV) beginnt die Finalserie in München, Wolfsburg sieht sich in der Außenseiterrolle. „Das ist die beste Mannschaft der Liga“, sagte Grizzlys-Trainer Pavel Gross mit Blick auf Red Bull. Chancen rechnet sich der Tscheche dennoch aus: „Wir werden bereit sein und sie herausfordern.“

In Nürnberg machten die Ice Tigers von Beginn an viel Druck auf das Tor der Wolfsburger, konnten Felix Brückmann aber nicht überwinden. Die erste Schwächephase der Gastgeber nutzten die Grizzlys eiskalt aus.

„Wir haben aufopferungsvoll gekämpft“

„Wir haben uns leider im zweiten Drittel eine Auszeit genommen“, sagte Kapitän Patrick Reimer. Die Enttäuschung hielt sich dennoch in Grenzen. „Wir haben alles reingeworfen, was wir hatten“, so Reimer: „Wir haben aufopferungsvoll gekämpft.“ Nachdem Wolfsburg in der Serie bereits mit 3:0 geführt hatte, erzwangen die Nürnberger mit zwei Siegen ein sechstes Spiel. Dies war in der DEL-Geschichte noch keinem Team nach einem solchen Rückstand gelungen.

Gross war stolz auf seine Spieler: „Kompliment an die Mannschaft.“ Der große Druck des Gegners überraschte ihn nicht: „Wir wussten, dass die Nürnberger das Momentum hatten. Wir haben sehr viele Schüsse geblockt. Du bekommst nichts geschenkt.“