Radsport

Roger Kluge kommt aus Australien direkt zu Berliner Sixdays

Der Brandenburger Radprofi fährt gerade bei der Tour Down Under. Nächste Woche ist er bei den Sixdays. Die haben Grund zur Freude.

Roger Kluge startet nächste Woche bei den Berliner Sixdays im Velodrom

Roger Kluge startet nächste Woche bei den Berliner Sixdays im Velodrom

Foto: Michael Deines / picture alliance / Promediafoto

Berlin.  Die populärsten Liveübertragungen aus Australien laufen derzeit vor Mitternacht. Allerhand Verstörendes aus dem menschlichen Gefühlsdschungel wird da in die deutschen Wohnzimmer gesendet. Am anderen Ende der Welt müssen die Protagonisten dafür wegen der Zeitverschiebung früh aufstehen.

Roger Kluge konnte dagegen ganz bequem vor dem Schlafengehen ein paar Dinge aus Australien berichten. Per Skype wurde er Mittwochmittag deutscher Zeit live und im Bild zugeschaltet, um auf das Sechstagerennen in der nächsten Woche in Berlin vorauszublicken.

Radprofi Kluge (29) fährt gerade auf der Straße bei der Tour Down Under, hinter ihm lag ein Tag, an dem es „eigentlich gut gelaufen“ ist auf einer bergigen Etappe: „Nur den Kapitän haben wir verloren.“ Kann passieren.

An der Seite von Marcel Kalz ist er Favorit im Feld der 16 Teams

Am Dienstag nächster Woche landet der Brandenburger wieder in Berlin, Donnerstag beginnt schon das Sechstagerennen. „Vielleicht dauert es ein, zwei Tage, bis ich den Tritt für die Bahn finde“, sagt Kluge. Immerhin braucht er seinen Rhythmus nicht groß zu ändern. „In Australien fahre ich tagsüber, in Berlin nachts. Das passt.“

Im Feld der 16 Teams ist Kluge der einzige Fahrer, der schon zweimal in Berlin gewonnen hat. Gemeinsam mit dem Berliner Marcel Kalz (28) gehört er auch diesmal zu den Favoriten. Ebenso wie die Belgier Kenny de Ketele und Moreno de Pauw.

„Fünf Teams machen den Sieg unter sich aus“, sagt der Sportliche Leiter des Sechstagerennens, Dieter Stein, der insgesamt 75 Aktive auf die Bahn bringt – und damit 30 mehr als beim zweiten deutschen Sechstagerennen in Bremen.

„Es läuft eigentlich alles rund“

Das ist gerade zu Ende gegangen und wurde von de Ketele gemeinsam mit Christian Grasmann gewonnen. Der Münchner startet ebenfalls in Berlin, hier an der Seite von Nico Heßlich.

Abseits vom Sportlichen freuen sich die Verantwortlichen gut eine Woche vor dem Beginn über einen Sponsorenzuwachs. „Vielleicht lag es am Aufschrei im letzten Jahr“, sagt Reiner Schnorfeil.

Viele Unternehmen seien auch durch den Verkauf aufmerksam geworden, Schnorfeil hatte die Gesellschafteranteile kürzlich an die Madison Sports Group aus England abgegeben und betreut jetzt das Marketing. „Es läuft eigentlich alles rund“, sagt Schorfeil zur Zusammenarbeit mit den neuen Besitzern.