DFB-Pokal

BFC Dynamo lässt gegen FSV Frankfurt zu viele Chancen aus

Berliner scheitern wieder in Runde eins des Pokals. Bereits nach drei Minuten liegt der Berliner Regionalligist gegen den Zweitligaklub zurück.

Kein Durchkommen gibt es hier für Kevin Weidlich (links) vom BFC Dynamo im Duell mit zwei Frankfurter Gegenspieler

Kein Durchkommen gibt es hier für Kevin Weidlich (links) vom BFC Dynamo im Duell mit zwei Frankfurter Gegenspieler

Foto: Rainer Jensen / dpa

Berlin. Mit Zurückhaltung war der BFC Dynamo nicht in dieses Spiel gegangen. Eine ganze Menge hatten sich die Berliner Fußballer ausgerechnet in der ersten Runde des DFB-Pokals, der ganz große Gegner ist der FSV Frankfurt schließlich nicht. Um so ernüchternder war dann, dass in der Partie recht schnell die Weichen gestellt wurden. Auch im vierten Versuch scheiterte der Viertligist daran, in die zweite Runde einzuziehen. Mit 0:2 (0:2) unterlag der BFC dem Zweitligisten vor 6198 Zuschauern im Jahn-Sportpark.

Ein Blick in die Pokalhistorie der Frankfurter durfte die Ambitionen eigentlich ohnehin nicht ausufern lassen. Seit 2009 war die erste Pokalrunde nicht mehr Endstation gewesen. Immerhin, das dürfen die Berliner für sich reklamieren: Ein Unterschied von zwei Klassen ließ sich selten erkennen in dieser Partie. Nach dem unglücklichen Start setzte die BFC-Mannschaft von Trainer Thomas Stratos viele Akzente.

Nur selten Zwei-Klassen-Unterschied zu erkennen

Möglich wurde das, weil der FSV sich schon nach drei Minuten etwas zurückziehen konnte. Timm Golley war im Strafraum von BFC-Verteidiger Martin Zurawsky gefoult worden, Edmond Kapllani verwandelte den Strafstoß. Anschließend durften die Berliner sich darin üben, das Spiel zu machen.

Sie taten das gut, kamen ein paar Mal schön vor der FSV-Tor. Nur wurde es selten zwingend genug. Und wenn mal ein Fehler im Aufbau passierte, schlug Frankfurt zu. Zlatko Dedic erzielte das 2:0 (42.) für die Gäste.

Rockenbach da Silva vergibt einen Elfmeter

Moral zeigte der BFC in der zweiten Hälfte, band Frankfurt oft in der Defensive. "Wir haben alles reingeworfen und waren spielerisch gut dabei", sagte Trainer Stratos. Doch die große Chance zum Anschluss vergab Thiago Rockenbach da Silva: Einen an ihm selbst verschuldeten Elfmeter setzte er an den linken Pfosten (63.). Die generell fehlende Konzentration im Abschluss verhinderte eine bessere Ausbeute des BFC.

Und gewiss nicht das Schiedsrichtergespann, wie einige unverbesserliche Fans wohl fanden und dafür sorgten, dass die Unparteiischen unter Polizeischutz in die Kabine geleitet werden mussten.

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