Sie kommt im neuen Gewand daher. Nicht mehr nur 16 Klubs messen sich in der Regionalliga Nordost, in der am Freitag beginnenden neuen Saison stehen sich 18 Mannschaften gegenüber. Durch die Aufstockung sind gleich fünf Neulinge dabei in der vierten Liga, die mit vier Klubs auch einen starken Berlin-Aspekt aufweist.

BFC Dynamo: Die Mannschaft von Trainer Thomas Stratos empfängt am Freitag gleich den FSV Zwickau zum Spitzenspiel (19 Uhr, Jahn-Sportpark). Beide Teams gelten als Anwärter auf den Aufstiegsplatz. Vergangene Saison landete der BFC als Neuling auf Platz fünf, im Sommer baute Stratos die Mannschaft mit elf Zugängen um. „Für mich war es wichtig, auf allen Positionen doppelt besetzt zu sein“, sagt der Trainer, der einen groben Aufstiegsplan über drei Jahre im Kopf hat. So lange dauern soll es aber eigentlich nicht. „Ich peile so etwas immer sofort an. Wir haben die Möglichkeit, unter den ersten Drei mitzuspielen“, so Stratos.

Hertha BSC II: Mit Platz sechs in der vergangenen Saison spielte die Reserve des Bundesligaklubs eine ordentliche Rolle in der Regionalliga Nordost. Das will die Mannschaft von Trainer Ante Covic auch diesmal. Interessant dabei wird sein, wie sich die DFB-Pokalsieger von Herthas U19 dort schlagen. Einige der Spieler, die sich im Frühjahr den Titel sicherten, wurden in die zweite Mannschaft befördert. Am Sonnabend startet Hertha II bei Aufsteiger FSV Luckenwalde in die neue Spielzeit.

Berliner AK: Ambitioniert geht der im Poststadion beheimatete Klub in die neue Saison. „Wir sollten uns nicht schämen, um die Plätze ganz oben mitspielen zu wollen“, sagt Trainer Steffen Baumgart. Der frühere Bundesliga-Profi kam im Sommer zum BAK und fand ein stabiles Gefüge im Team vor, das gezielt verstärkt worden ist. Zumindest der siebte Platz aus der Vorsaison soll überboten werden. Los geht es für den BAK am Freitag in Rathenow (18 Uhr).

Viktoria 1889: Dass die Lichterfelder überhaupt noch dabei sind in der vierten Liga, haben sie verschiedenen Umständen zu verdanken. Auf Abstiegsplatz 15 beendeten sie die vergangene Saison, doch die Insolvenz von Plauen und der Rückzug des Berliner Konkurrenten 1.FC Union II machten den Verbleib in der Regionalliga möglich. Aus dem frei gewordenen Köpenicker Kicker-Pool holte Viktoria gleich noch Trainer Robert Jaspert, der Union auf Rang zehn geführt hatte, sowie fünf Spieler. Insgesamt wurde die Mannschaft kräftig umgebaut sowie der Ex-Hertha-Profi Sofian Chahed als Co-Trainer gewonnen. Zunächst empfängt Viktoria den SV Babelsberg, und zwar am Sonntag im Jahn-Sportpark (13.30 Uhr). Dorthin müssen die Lichterfelder, die sich in dieser Saison stabilisieren wollen, vorerst umziehen nach Platzarbeiten im Stadion Lichterfelde.