Wimbledon 2013

Sabine Lisickis Schläger ist ein Wunderwerk der Technik

Wenn die Berlinerin im Finale auf die Französin Bartoli trifft, hält sie ihre Wunderwaffe „Yonex Vcore Tour 97“ in Händen. Der Schläger wiegt gerade mal 310 Gramm und besteht aus Hightech-Kunststoffen.

Foto: Gerry Penny / dpa

Wenn Sabine Lisicki am heutigen Sonnabend auf dem Centre-Court zu ihrem ersten Aufschlag ansetzt, dann schwingt sie laut der Women’s Tennis Association (WTA) einen Yonex Vcore Tour 97. Das „Racket“, wie der Schläger in der Fachsprache heißt, ist wie alle modernen Tennisschläger ein Wunderwerk aus Hightech-Kunststoffen.

Tennisschläger mussten schon immer drei Anforderungen erfüllen: Sie sollten möglichst leicht sein, den Ball möglichst stark beschleunigen, trotzdem präzise bleiben. Die Lösung: ein möglichst steifer Rahmen. Ein Rahmen, der sich beim Aufprall eines Balls verwindet, „schluckt“ die meiste Bewegungsenergie.

Bis in die 70er-Jahre bestanden Schläger deshalb aus mehreren Schichten Holz. Das garantierte Steifigkeit, der Schläger war allerdings sehr schwer. Ein erster Fortschritt war eine Kombination aus Aluminium und Stahl, was zu leichteren Konstruktionen führte. Heutzutage bestehen die Schläger häufig aus kohlefaserverstärktem Kunststoff, teilweise sogar aus Kevlar, woraus auch kugelsichere Westen gebaut werden.

Das Racket wiegt gerade einmal 310 Gramm

Lisickis Schläger besteht laut den Herstellerangaben aus Grafit und sogenannten X-Fullerenen, die für eine höhere Festigkeit des Rahmens sorgen sollen. Dazu hat er einen länglichen Schlägerkopf. Das soll einen größeren „Sweet Spot“ ermöglichen. Damit ist der Bereich der Saiten gemeint, bei dem der Ball am stärksten beschleunigt wird und der Spieler den geringsten Rückschlag spürt.

Der Yonex Vcore Tour 97 soll zudem einen aggressiven Spin (Drehung) des Balls ermöglichen. Erreicht wird das durch die Verwendung von Urethan an zwei Stellen im Kopf – oben links und rechts. Trotzdem wiegt das Racket gerade einmal 310 Gramm.

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