Fußball-Bundesliga

Hertha verspielt 2:0-Führung gegen Freiburg

"Joker" Stefan Reisinger hat dem SC Freiburg gegen Hertha BSC in letzter Sekunde einen Punkt gerettet. In der fünften Minute der Nachspielzweit traf der Stürmer zum 2:2 (0:2) für die Breisgauer gegen die Berliner.

Stefan Reisinger hat dem SC Freiburg in der letzten Minute einen Punkt gegen Hertha BSC gerettet. Beim 2:2 (0:1) zwischen den Fußball-Bundesligisten schossen Adrian Ramos (20.) und Peter Niemeyer (45.) vor 21.500 Zuschauern die Tore für die Gäste. Bei den Breisgauern traf Reisinger im Doppelpack (61., 90.).

Die Partie in Freiburg kam nur sehr langsam in Fahrt. Während die Freiburger versuchten, das Spiel unter Kontrolle zu bekommen, konzentrierten sich die Berliner anfangs ausschließlich auf eine sichere Defensive. Nach zehn Minuten musste der Freiburger Trainer Marcus Sorg eine erste Umstellung vornehmen. Mittelfeldspieler Jan Rosenthal, der sich den Oberschenkel hielt, musste den Platz verletzt verlassen. Für ihn kam Cedrick Makiadi.

Berlin im Abschluss konsequenter

Die erste große Möglichkeit des Spiels hatten dennoch die Freiburger. Nach einem Rückpass vom Roman Hubnik auf Thomas Kraft schlug der Berliner Torhüter über den Ball. Papiss Cisse schaltete nicht schnell genug. Sieben Minuten später war Kraft erneut im Mittelpunkt, als er einen harmlosen Rückpass nicht unter Kontrolle bringen konnte und den Ball diesmal gar an Cisse verlor. Diesmal konnte der beste Freiburger Stürmer jedoch noch abgedrängt werden.

Den Freiburgern fehlte nach den von Sorg vor dem Spiel vorgenommenen drei Umstellungen die Ordnung. Unter anderem musste Andreas Hinkel seinen Platz für Beg Ferati räumen. In der 20. Spielminute nutzte dies Raffael, der mit einem genauen Pass in die Spitze die Freiburger Viererkette aushebelte, bevor Ramos den Ball zu seinem dritten Saisontor einschob.

Freiburg mit großem Einsatz aber unglücklich

Herthas Abwehr stand insgesamt gut, leistete sich jedoch einige einfache Fehler. Kurz vor der Halbzeit kam der Senegalese Cisse im Strafraum zu Fall, Hubnik hatte beim Klärungsversuch Ball und Gegner getroffen. Schiedsrichter Markus Wingenbach entschied jedoch nicht auf Strafstoß. Auf der anderen Seite schlug Niemeyer zu. Nach einer schönen Freistoßvariante konnte Freiburg den Ball zweimal nicht klären, bevor der 27-Jährige aus kurzer Distanz traf.

In der zweiten Halbzeit machte Freiburg mehr Druck. Kraft konnte den Anschlusstreffer durch Cisse nur durch einen schnellen Reflex auf der Linie verhindern. Berlin blieb jedoch bei Kontern über den sehr gut aufgelegten Raffael gefährlich. Mit zunehmender Spieldauer wurde das Spiel von beiden Seiten härter geführt, es kam zu vielen Fouls im Mittelfeld und Diskussionen mit Schiedsrichter Wingenbach.

Der acht Minuten zuvor eingewechselte Stefan Reisinger brachte die Freiburger mit einem sehenswerten Distanzschuss wieder heran. Wenige Minuten später scheiterte Cisse erneut am glänzenden Thomas Kraft. Berlin gab die Partie Stück für Stück aus der Hand, Freiburg konnte zunächst jedoch kein Kapital daraus schlagen, da der späte Treffer von Reisinger nicht zählte. Schiedrsrichter Wingenbach hatte den vorherigen Eckball noch nicht freigegeben. Doch Reisinger schlug in der Nachspielzeit des Spiels noch einmal zu und rettete das Unentschieden.