Bundesliga-Schlusslicht

Son verletzt – Für Ersatz muss der HSV Elia loswerden

Youngster Son fällt mit einem Außenbandanriss einen Monat aus. Um Geld für eine Nachverpflichtung zu besitzen, müsste der Hamburger SV Elia verkaufen.

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Bundesliga-Schlusslicht Hamburger SV muss wegen des wochenlangen Ausfalls von Son Heung Min den nächsten Nackenschlag verkraften. Der 19 Jahre alte Shootingstar fehlt dem Team wegen eines Außenbandanrisses im Fuß voraussichtlich vier bis sechs Wochen. Damit neues Personal kommen kann, will der strauchelnde Fußball-Klub bis zum Transferschluss am Mittwoch Flügelspieler Eljero Elia für mindestens zehn Millionen Euro verkaufen. Ein konkretes Angebot für den Niederländer lag aber noch nicht vor. Die erneuten Verhandlungen mit Juventus Turin sollen aber fortgeschritten sein.

„Die Formel ist relativ einfach: Solange wir kein Angebot haben, gibt es keinen Verkauf und damit auch keine neuen Spieler“, sagte HSV-Mediendirektor Jörn Wolf am Montagmittag. Das Angebot aus Turin von sieben Millionen Euro für den formschwachen und charakterlich schwierigen Elia hatten die Hanseaten noch abgelehnt. Nach den zuletzt schlechten Leistungen sind sich die HSV-Verantwortlichen aber einig, dass ein Verkauf sinnvoll erscheint.

Die Schmerzgrenze liegt bei etwa zehn Millionen Euro. Juve soll das Angebot für den 24-Jährigen angeblich schon erhöht, aber ein Kreditmodell vorgeschlagen haben, das der HSV nicht will. Mitbieten sollen auch die Londoner Clubs FC Arsenal und FC Fulham sowie Galatasaray Istanbul. „Das Schönste für Eljero wäre ein Klub in England“, sagte Berater Klaus Vink der „Bild“-Zeitung.

Sportdirektor Frank Arnesen arbeitet mit Hochdruck an dem Deal. Er will schnell „ein bis zwei Spieler“ holen und seine bisherige Transferpolitik nachbessern, die vor allem aus dem Kauf von Profis seines Ex-Klubs FC Chelsea bestand. Ein kreativer Mittelfeldspieler soll kommen, die gehandelten Diego oder Tomas Rosicky sollen es aber nicht sein.

„Sicherlich steht auch der Sportchef unter Druck, aber wir glauben an diesen Kurs“, sagte HSV-Präsident Carl-Edgar Jarchow im „Sportclub“ des NDR-Fernsehens. Was dem Bundesliga-Dino in den vergangenen Jahren gefehlt habe, sei Kontinuität. Deshalb will das Präsidium nicht über eine Entlassung von Trainer Michael Oenning nachdenken.

Ganz großes Pech hat Son, der nach einem Mittelfußbruch im Vorjahr schon wieder wochenlang ausfällt. Der Südkoreaner verletzte sich nach einem Kopfballduell ohne Fremdeinwirkung am Samstag bei der 3:4-Heimniederlage gegen den 1. FC Köln . Wie eine Kernspintomographie am Montag ergab, zog er sich zudem einen Bluterguss im Knochen zu. Der temperamentvolle Angreifer traf bereits zweimal für den Tabellen-18. in der Bundesliga. In der Vorbereitung erzielte er sogar 18 Treffer.