DFB-Pokal

Ex-Herthaner schießt Babelsberg aus dem Pokal

Der SV Babelsberg ist in der ersten Runde des DFB-Pokals am MSV Duisburg gescheitert. Bereits nach drei Minuten gerieten die Potsdamer vor heimischem Publikum durch ein Eigentor in Rückstand. Den 0:2-Endstand besorgte ein ehemaliger Berliner.

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In der 31. Minute hatte der Moderator des Babelsberger Fanradios nur noch einen Wunsch: „Es wäre ganz schön, mal eine Torszene zu sehen“, sprach der junge Mann in sein Mikrofon. Eine Minute zuvor hatte der ehemalige Herthaner Valeri Domovchiyski nach sehenswertem Doppelpass das 2:0 für den MSV Duisburg erzielt und damit bereits für den Endstand gesorgt. Somit nahm die ewige Pokalauflage Klein gegen Groß den erwarteten Ausgang: Drittligist SV Babelsberg war dem Zweitligisten nicht gewachsen.

Genauer noch: Bis zum 0:2 hatten die Gastgeber noch keinen einzigen Schuss auf das Tor von MSV-Keeper Florian Fromlowitz abgegeben. Die vage Hoffnung, dass der MSV durch seinen beiden Saisonniederlagen gegen Karlsruhe und Cottbus in der ersten Runde des DFB-Pokals verunsichert agieren würde, erfüllte sich für das Team von Dietmar Demuth nicht. Bereits in der dritten Minute tauchte Daniel Brosinski frei vor Baelsbergs Keeper Marian Unger auf, scheiterte aber am Block von Florian Grossert. Drei Minuten später musste Unger dann hinter sich greifen: Eine Flanke von Vasileios Pliatsikas fälschte Dominik Stroh-Engel mit dem Hinterkopf zum 0:1 ab – ein Eigentor.

Demuth hatte seine Mannschaft im 4-3-2-1-System aufgestellt, doch gerade in der ersten halben Stunde kamen seine Spieler selten aus der eigenen Hälfte. Pech für Babelsberg, dass Demuth bereits in Hälfte eins zweimal verletzungsbedingt wechseln musste. Duisburg, im vergangenen Mai noch Pokalfinalist (0:5 gegen Schalke), dominierte die Partie, ohne spielerische Glanzpunkte zu setzen. Stürmer Domovchiyski fiel neben seinem Tor unter anderem durch eine Gelbe Karte auf (37.).

In der zweiten Hälfte kamen die Nulldreier vor 3256 Zuschauern besser ins Spiel, doch wie bereits beim 1:1-Drittligaauftakt gegen Regensburg offenbarten sich Schwächen im Abschluss. Stroh-Engel (56.), Benjamin Kauffmann (60.) und Matthias Rudolph (86.) scheiterten in aussichtsreicher Position. Für die Potsdamer setzt sich mit dem Ausscheiden ein Negativtrend im Pokal fort. Lediglich 1999 und 2006 überstand der Klub die erste Runde. Die zweithöchste Niederlage setzte es 2007 mit einem 0:4. Gegen den MSV Duisburg.