Großer Preis von Berlin

Galopp-Konkurrenz misst sich in Hoppegarten

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Zum ersten Mal seit 1944 wird der Große Preis von Berlin wieder an seinem Geburtsort ausgetragen. Auf der Galopprennbahn Hoppegarten kämpft die internationale Konkurrenz am heutigen Sonntag um 175.000 Euro Preisgeld.

Zum Saisonhöhepunkt auf der Galopprennbahn Hoppegarten kehrt nach 67 Jahren der Große Preis von Berlin als eines der bedeutendsten deutschen Rennen in die alte Heimat zurück. Die 121. Auflage der zur Europa-Gruppe I gehörenden Jahrgangsvergleichsprüfung bietet am Sonntag (das erste Rennen beginnt um 13.50 Uhr) eine starke Besetzung mit Klassepferden aus drei Ländern.

Unter den zehn Bewerbern befinden sich chancenreiche Gäste aus England und Norwegen. So schickt der weltgrößte Rennpferde-Besitzer, Sheikh Mohammed al Maktoum, Herrscher von Dubai, den international bewährten, im englischen Newmarket trainierten fünfjährigen Hengst Cavalryman ins Rennen. Und auch beim Reiter wird auf einen Star gesetzt: Der Weltklassejockey Frankie Dettori (40) aus Mailand soll dafür sorgen, dass Cavalryman ganz vorn landet. Zu den Favoriten zählen auch die beiden deutschen Spitzenpferde Scalo (Maxime Guyon, 22) und die starke Stute Night Magic (Filip Minarik, 36).

Der Große Preis von Berlin ist in diesem Jahr eines von lediglich sieben Rennen in Deutschland, die den Gruppe-I-Status haben. Es geht am Sonntag in Hoppegarten bei diesem Toprennen um 175.000 Euro plus Züchter- und Besitzerprämien. Besser dotiert sind in Deutschland nur drei Rennen.

Zwei dreijährige Pferde wagen sich gegen die Älteren, die klassische Siegerin Danedream (Andrasch Starke, 37) und der in Hoppegarten trainierte Gereon, der Championjockey Eddie Pedroza (36) anvertraut ist. „Das Starterfeld mit zehn Spitzenpferden hat unsere kühnsten Erwartungen erfüllt. Hinzu kommen einige der weltweit besten Jockeys. Das hat es in Hoppegarten seit 1944 nicht mehr gegeben“, sagt Gerhard Schöningh, der Eigentümer der Rennbahn Hoppegarten, nicht ohne Stolz.

Der Große Preis von Berlin wurde von 1947 bis 2009 auf der Bahn in Düsseldorf ausgetragen, im vergangenen Jahr ging es in Hamburg über die Bühne. Nun kehrt das Rennen also an seinen Geburtsort zurück, wo es im Jahr 1888 erstmals entschieden wurde.

( BMO )