Wasserball

Wasserfreunde Spandau holen 31. Meistertitel

Sie sind deutsche Wasserball-Meister - die Wasserfreunde aus Spandau. Zum 31. Mal. Kommende Woche geht es dann schon ins Final Four im Pokalwettbewerb.

Die ganz große Feier bei den Wasserfreunden Spandau 04 nach dem 31. Meistertitel fiel ins Wasser. Die nächste Belastungsprobe mit der Pokal-Endrunde steht vor der Tür und verbot ausufernde Gelage. Nach dem obligatorischen Sprung ins Wasser der engsten Spandauer Begleiter in Duisburg, wo der Siegtreffer zum 9:8 und damit zum dritten Erfolg der Best-of-Five-Serie drei Zentelsekunden vor Schluss gelang, wurde nur kurz angestoßen. Der Gastgeber ASC Duisburg, der im Pokalfinale wieder warten könnte, schwänzte die Siegerehrung. Der deutsche Wasserball-Rekordmeister kehrte am heutigen Dienstag mit dem Zug zurück und bereitet sich nach einem freien Tag auf das Final-Four im Pokal vor.

Schon am kommenden Freitag und Samstag dürfte das Duell zwischen Spandau (im Halbfinale gegen Cannstatt) und Duisburg (Halbfinale gegen Würzburg) beim Final-Four-Turnier in Berlin weitergehen. Das Endspiel zwischen den beiden Top-Teams ist programmiert. „Wir müssen nach der Meisterschaft die Spannung halten, uns voll mobilisieren und motivieren“, sagte der Spandauer Präsident und Bundestrainer Hagen Stamm.

In Duisburg war am Montag das scheinbar Normale eingetreten: Die Wasserfreunde verteidigten ihren Titel und holten sich den Titel zum 31. Mal seit 1979. Den entscheidenden Treffer zum 9:8-Auswärtserfolg bei Herausforderer ASC Duisburg, der zum achten Mal seit 2003 Finalgegner der Berliner war und zum achten Mal unterlag, erzielte Moritz Oeler einen Wimpernschlag vor Spielende.

Erstmals wurde ein Finale in vier Spielen entschieden. Spandaus 5:4-Auftakt in Duisburg konterten die Westdeutschen mit ihrem überraschenden 10:9 in Berlin. Am folgenden Tag gewann der Favorit daheim glücklich durch einen Oeler-Treffer 1,2 Sekunden vor Schluss. Im vierten Match wiederholte sich dieses Szenario.

„Das letzte Spiel war unser bestes“, befand Stamm. „Wir hatten diesmal den stärkeren Torwart und haben eine effektivere Überzahl gespielt“. Stamm zeigte sich überrascht vom starken Duisburger Widerstand. „Die waren super. Wir haben die engste und spannendste Finalserie erlebt, an die ich mich erinnern kann.“ Für die Spandauer sei es eine neue Erfahrung gewesen, gegen „einen frechen, mutigen und selbstbewussten Gegner anzutreten, der sich nicht versteckt“.

Der Titel war für die Berliner nach dem enttäuschenden Europacup-Auftritt in der abgelaufenen Saison wichtig, weil nur eine Mannschaft den deutschen Wasserball im kommenden Spieljahr in der Euroleague vertreten wird.