"Meisterfeier" für Hertha

Wowereit macht schon mal Platz auf dem Balkon

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit hat für Aufsteiger Hertha BSC einen Empfang im Roten Rathaus gegeben. Und bot an, eine "richtige" Meisterfeier auszurichten.

Mit einem Empfang im Roten Rathaus hat Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit Erstliga-Aufsteiger Hertha BSC geehrt - und zugleich die Einladung für eine „richtige“ Meisterfeier ausgesprochen. „Wir haben von allen Seiten Balkone, da passt Hertha drauf. Es liegt jetzt an Hertha, meinen Traum und den Traum von Hunderttausenden in der Stadt zu erfüllen“, erklärte Wowereit am Montag im Säulensaal des Rathauses. Der Ausrutscher in der 2. Liga soll nur „eine kleine Episode“ in der Clubgeschichte gewesen sein, wünschte sich der Regierende.

"Da ist etwas passiert. Es ist eine Affinität entstanden für unsere Hertha“, sagte Wowereit zum neuen Bild der „alten Dame“ in der 2. Liga. „Herzlichen Glückwunsch. Es war ein Vergnügen.“ Nun sei es aber auch „genug mit der 2. Liga, die 1. Liga ist der Hauptstadt angemessen“. Allerdings steige auch die Erwartungshaltung wieder, meinte Hertha-Mitglied Wowereit. „Die Forderungen haben wir gehört. Wir werden uns Mühe geben“, entgegnete Hertha-Präsident Werner Gegenbauer vor knapp 100 geladenen Gästen.

Wowereit machte zugleich die Bedeutung von Hertha als wichtiges Wirtschaftsunternehmen der Hauptstadt deutlich. 57,6 Millionen Euro Etat für die kommende Erstliga-Saison seien „schön“, auch wenn Hertha Verbindlichkeiten drücken. „30 Millionen Schulden, habe ich gelesen. Passt zu Berlin“, scherzte der Regierende und fügte ernst an: „Ich finde es gut, dass die Sponsoren geblieben sind. Es hätte auch alles anders werden können.“

Als Glücksbringer gab Wowereit Trainer Markus Babbel und dem Team eine Nachahmung der neu vergoldeten Siegessäule mit Viktoria und Hertha-Schal mit auf dem Weg: „Die Einladung für den Balkon steht. Es waren schon andere deutsche Meister in andern Sportarten hier.“

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