Basketball

Franz Wagner erweist sich als Lichtblick für Alba Berlin

Franz Wagner steht vor der Entscheidung, ob er ans College geht oder bei Alba Berlin bleibt.

Franz Wagner

Franz Wagner

Foto: Andreas Gora / dpa

München. Der Traum von der Meisterschaft ist aus, die Enttäuschung nach dem 0:3 in der Finalserie gegen Bayern München groß. Aber in der kommenden Saison wollen die Basketballer von Alba Berlin wieder angreifen.

Einer der größten Lichtblicke in der nun beendeten Saison war aus Alba-Sicht der erst 17-jährige Franz Wagner. Er sagte unmittelbar nach dem letzten Saisonspiel: „Es hat unheimlich viel Spaß gemacht, ich möchte das gern noch mal erleben.“ Das klingt nicht danach, als würde es Wagner ans College in die USA ziehen. Er wollte bei aller Enttäuschung nach der dritten Finalniederlage gegen München, diesmal mit 88:93 nach Verlängerung, nicht negativ über das Erreichte sprechen. „Wir haben trotz vieler Niederlagen in dieser Saison drei Finals erreicht. Ich glaube, wir haben viel gelernt in dieser Saison und sind als Team viel besser geworden.“

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Alba Berlin zollt Bayern Respekt

Zugleich gab es viel Respekt und Anerkennung für den alten und neuen Meister, der ohne eine einzige Niederlage durch das Play-off marschierte. „Sie verdienen diesen Titel“, sagte etwa Alba-Sportdirektor Himar Ojeda. Center Landry Nnoko erkannte an: „Am Ende waren sie besser als wir.“ Kapitän Niels Giffey sah aber auch auf die eigene Leistung: „Wir haben es immer in den Finals nicht geschafft, die Coolness zu behalten und uns nur auf uns zu konzentrieren. Ich hoffe, das ändert sich für das Team mit dem Alter und mit noch mehr Erfahrung.“

Wie viel die Berliner dem Meister abverlangt hatten, ließ andererseits der Kapitän der Münchner durchblicken auf die Frage, warum jedes der drei Spiele (74:70, 82:77, 93:88 n.V.) so knapp ausgefallen war. „Das lag an unserem grandiosen Gegner“, antwortete Danilo Barthel, Nationalmannschaftskollege von Giffey, „jedes Spiel hätte auch anders ausgehen können. Die Berliner haben uns alles abverlangt, um zu gewinnen.“