Basketball

Auswärtsstarke Alba kommt in Ulm auf den Prüfstand

Bisher überzeugte Alba besonders in fremden Hallen. In Ulm wartet nun aber eine besonders hohe Hürde auf die Berliner.

Alba-Spielmacher Jordan Taylor (r.) überzeugt auch im Bodenkampf

Alba-Spielmacher Jordan Taylor (r.) überzeugt auch im Bodenkampf

Foto: Marc Müller / dpa

Berlin.  Denkt man an das Ulmer Basketballteam, taucht fast automatisch der Wuschelkopf von Per Günther vor dem inneren Auge auf. Der 28-jährige Spielmacher ist seit 2008 die Konstante im Spiel der Baden-Württemberger und gleichzeitig für den Klub eine Art Markenzeichen. Aber nicht nur dort: Die Fans aus ganz Deutschland wählten den 1,84 Meter großen Nationalspieler in den vergangenen vier Spielzeiten jeweils zum beliebtesten Spieler der Liga.

Ein guter Passgeber und ein guter Schütze

Albas Will Cherry, drei Jahre jünger und einen Zentimeter größer als sein Ulmer Kollege, findet Günther auch sehr nett, wird aber nichts unversucht lassen, sich bei ihm an diesem Sonnabend im Auswärtsspiel der Berliner (20.30 Uhr, Sport1) unbeliebt zu machen. „Ich habe Per beim Allstar-Wochenende ein wenig näher kennengelernt“, erzählt Cherry. „Er ist nicht nur ein sehr guter Spielmacher, sondern auch ein netter und gerader Typ.“ Günther sei der unumstrittene Kopf des Ulmer Teams und liefere genau das, was einen guten Spieler auszeichnet. „Er setzt seine Mitspieler in Szene, ist aber auch als Vollstrecker gefährlich. Er hat einen sehr guten Wurf.“

Per Günther kommt auf einen Schnitt von 13,6 Punkten pro Spiel. Wie wichtig es sein wird, ihn als Schützen zu stoppen, aber auch die Anspiele auf Ulms Topscorer Raymar Morgan (15,3) zu verhindern, zeigt der Blick auf die Tabelle. Alba tritt als Sechster in Ulm an, die Gastgeber liegen mit nur einem Sieg weniger auf Rang sieben.

Ein Selbstläufer wie im Hinspiel wird es nicht

Ein Selbstläufer wie im Hinspiel, in dem Alba schon zur Halbzeit mit 46:24 führte (Endstand: 74:54), wird es nicht. „Die Ulmer spielen jetzt konkreter und athletischer als in der Hinrunde“, erklärt Albas Coach Sasa Obradovic, „und sie haben vor allem ihr Zusammenspiel enorm verbessert.“ Unter der Führung von Per Günther, versteht sich.

Neben Cherry wird auch Jordan Taylor versuchen, den beliebtesten Spieler der Liga zu ärgern. „Wenn wir zu unserem Spiel finden, können wir jeden schlagen“, ist sich Taylor sicher. Vor allem auswärts, sollte man hinzufügen. In fremder Halle hat Alba in der Liga mit 10:4 Siegen hinter Überflieger Bamberg (12:2) die zweitbeste Bilanz.