Basketball

Alba Berlin verliert nach Verlängerung gegen Oldenburg

Die Berliner unterlagen am Sonnabend dem direkten Konkurrenten EWE Baskets Oldenburg nach Verlängerung mit 93:95.

Die rund 3400 Menschen, die gestern in der Mercedes-Benz-Arena noch Platz gefunden hätten, haben ein gutes und dramatisches Basketballspiel versäumt. Ihnen ist aber auch eine Enttäuschung erspart geblieben, denn Alba Berlin verlor gegen die Baskets aus Oldenburg mit 93:95 (79:79, 39:38) nach Verlängerung. Ein herber Dämpfer für das Team von Sasa Obradovic. Bis zum Beginn des Play-off in der Tabelle auf Rang vier zu klettern und damit das Heimrecht fürs Viertelfinale zu sichern, wird jetzt deutlich schwerer.

„Oldenburg hat verdient gewonnen“, erklärte Obradovic, „wir hatten unsere Chancen und haben sie nicht genutzt. Als wir das Spiel hätten kippen können, auch in der Verlängerung, haben wir schlechte Entscheidungen getroffen.“ Die Partie war vor 11.123 Zuschauern das erwartete Spitzenspiel. Alba führte 6:2, lag aber kurze Zeit später durch Robin Smeulders 6:9 (6.) zurück, bevor Kresimir Loncar in seinem ersten Spiel als deutscher Staatsbürger acht Punkte in Folge zum 14:11 (8.) machte. Was der Partie noch fehlte, waren Würfe aus der Distanz. Es war eine Schlacht unter den Brettern.

Albas Versuche aus größerer Entfernung verfehlten ihr Ziel, besser machten es Oldenburgs Chris Kramer und Scott Machado. Durch deren Dreier und vier weitere Punkte von Smeulders zum 18:26 (11.) wurde die Lage für Alba erstmals bedrohlich. Die Berliner suchten jetzt die bewährten Hände von Elmedin Kikanovic, der wie so oft die Gefahr aus Nahdistanz bannte. Durch Taylors energischen Zug zum Korb in letzter Sekunde ging das Berliner Team mit einer Führung in die Pause.

Von einem Mangel an Distanzwürfen konnte gleich vom Start der zweiten Hälfte weg nicht mehr die Rede sein. Oldenburg versenkte im dritten Viertel sechs Dreier, Alba hielt durch Taylor, Kikanovic und Will Cherry dagegen. Anders als die Gäste hatten die Berliner auch weiterhin unter den Körben einiges zu bieten. Größere Vorsprünge gab es nicht mehr. Dank Loncar ging es mit 62:61 ins letzte Viertel.

Die Baskets ließen sich von der Energie, mit der die Berliner in die entscheidende Phase des Spiels gingen, nur anfangs beeindrucken. Nach einem Dreier von Alex King und zwei weiteren durch Dragan Milosavljevic zum 74:66 (33.) wären viele Gegner sicherlich eingeknickt. Oldenburg nicht.

Brian Qvale brachte sein Team von der Freiwurflinie Punkt für Punkt erst zurück und dann in Führung, Taylor erzwang per Dreier die Verlängerung. Dort lief Alba erneut hinterher. Will Cherry warf 6,7 Sekunden vor Schluss seinen Freiwurf daneben, in der Hoffnung, dass sich Brandon Ashley den Ball schnappt und die zweite Verlängerung erzwingt – der Plan misslang. „Eine harte Niederlage“, sagte Kikanovic, „gegen einen direkten Konkurrenten und vor den eigenen Fans. Ob das Einfluss auf das Play-off hat, wird man sehen. Oft steht auch die Heimmannschaft unter Druck.“ So wie gestern.