Basketball

Alba muss um sein Heimrecht im Play-off kämpfen

Das Berliner Basketballteam will mit einem Sieg über die Baskets Oldenburg einen wichtigen Schritt zu Platz vier in der Tabelle machen.

Kresimir Loncar (2. von rechts im Spiel gegen Crailsheim) hat jetzt auch einen deutschen Pass und fällt bei Alba nicht mehr unter das Ausländer-Kontingent

Kresimir Loncar (2. von rechts im Spiel gegen Crailsheim) hat jetzt auch einen deutschen Pass und fällt bei Alba nicht mehr unter das Ausländer-Kontingent

Foto: Eibner-Pressefoto / picture alliance / Eibner-Presse

Berlin.  Ein Sieg gegen die Baskets aus Oldenburg am Sonnabend in der Mercedes-Benz Arena (18.30 Uhr) würde nicht alle Probleme lösen, mit denen die Basketballmannschaft von Alba Berlin derzeit zu kämpfen hat. Ein Erfolg wäre aber mehr als hilfreich, ist vielleicht sogar zwingend notwendig, um bis zum Play-off-Start noch auf einen der ersten vier Tabellenplätze zu klettern und somit zumindest im Viertelfinale Heimrecht zu haben. Berlin ist in der Liga momentan Fünfter, das Team aus dem Norden liegt mit zwei Siegen mehr auf Platz drei. Einen dieser Erfolge feierte Oldenburgs Team am neunten Spieltag, als es in eigener Halle Alba mit 76:79 die erste Saisonniederlage beibrachte.

Bereits 10.000 Karten für den Sonnabend sind verkauft

Kresimir Loncar will nicht erst im Play-off vom Heimvorteil profitieren, sondern gleich hier und jetzt, zumal für das Duell mit den Baskets bereits 10.000 Karten verkauft worden sind. „Wir haben damals auswärts nicht schlecht gespielt“, sagt Loncar, der mit seiner Körpergröße von 2,10 Meter gegen die groß aufgestellten Oldenburger einiges zu tun bekommen wird. „Wir wollen unseren Fans ein gutes Spiel bieten, uns für die Niederlage revanchieren und mit mehr als drei Punkten Differenz gewinnen.“ Was für einen möglichen direkten Vergleich entscheidend wäre.

Loncar hat seit Mitte der Woche neben dem kroatischen auch den deutschen Pass. Dass er nun nicht mehr zum Kontingent der sechs in der Bundesliga zulässigen Ausländer zählt, ist aber noch ein Wechsel auf die Zukunft, denn Rob Lowery, der den freien Platz einnehmen soll, arbeitet zwar Tag für Tag beim Training mit geschientem Fuß humpelnd und voller Tatendrang an seinem Wurf, einen Zeitpunkt für seine Rückkehr kann der US-Spielmacher jedoch nicht nennen.

Albas Problem ist derzeit, dass nicht nur Lowery schmerzlich vermisst wird. In Kürze: Die Riege der Langen mit Elmedin Kikanovic, Loncar, Jonas Wohlfarth-Bottermann und dem Neuen, Brandon Ashley, ist komplett. Auf den kleinen Positionen hingegen ist die Personaldecke dünn: Neben Lowery fehlen weiterhin Niels Giffey und jetzt auch wegen seines Muskelfaserrisses Ismet Akpinar. Jordan Taylor plagten unter der Woche muskuläre Probleme.

Obradovic hat eine sehr hohe Meinung von den Baskets

„Unter diesen Umständen auf einem guten Level zu trainieren, ist schwierig“, sagt Coach Sasa Obradovic, der nach dem Aus im Europacup die Wochen, in denen sein Team nur noch ein Spiel pro Woche bestreitet, eigentlich dazu nutzen wollte, das Team für das Saisonfinale in Topform zu bringen. Erfreulich verliefe hingegen die Integration Ashleys. „Ein smarter Junge“, sei der 21-Jährige, sagt Obradovic, einer, „der sich zwar noch eingewöhnt, aber schnell begreift.“

Die Oldenburger hätten ihn in dieser Saison mit ihrer Konstanz überrascht, sagt Obradovic, „aber sie haben sich den Platz, auf dem sie stehen, verdient und die Bundesliga auch im Eurocup gut vertreten.“ Sein Team treffe auf eine gute, erfahrene Mannschaft, die variabel verteidigt und in der Offensive immer für eine Überraschung gut ist. „Wir respektieren Oldenburg“, sagt Albas Coach, „aber wollen den Heimsieg.“ Und zwar aus Prinzip, nicht nur, weil der später mal das Heimrecht bringen könnte.