Alba-Center Kresimir Loncar hat die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. „Ich habe seit meiner Zeit in Würzburg eine starke Bindung zu Deutschland und fühle mich hier sehr wohl“, sagte der 33-Jährige, der nun neben dem kroatischen auch über einen deutschen Pass verfügt.
Loncar begann seine Profikarriere 2000 bei den Unterfranken und kehrte im vergangenen Sommer nach Deutschland zurück. In Würzburg lernte er auch seine Frau kennen, mit der er zwei Kinder hat. „Wir planen unsere Zukunft in Deutschland, weshalb die Einbürgerung ein logischer Schritt für mich war“, wird Loncar in einer Vereinsmitteilung zitiert.
Kein Ausländer mehr auf der Bank
Für Alba bringt Loncars deutscher Pass den Vorteil, dass der Klub nun einen weiteren Ausländer in den Kader berufen kann. In der Bundesliga dürfen maximal sechs nichtdeutsche Akteure pro Mannschaft auf dem Spielberichtsbogen stehen. Vor Loncars Einbürgerung hatte Alba jedoch sieben Ausländer unter Vertrag. Nun aber kann der Pokalsieger auch nach der Rückkehr des am Knöchel verletzten Robert Lowery, die in etwa zwei Wochen erwartet wird, alle Profis aufbieten.
Ein Novum ist die Einbürgerung ausländischer Profis im deutschen Basketball übrigens nichts. Auch die Bayern-Profis Anton Gavel (Slowakei) und Nihad Djedovic (Bosnien) erhielten in der Vergangenheit deutsche Pässe.
Am Sonnabend (18.30 Uhr) empfängt Alba den Tabellendritten Oldenburg zum richtungsweisenden Spitzenspiel.
BM




