Basketball

Alba verhandelt mit US-Talent Brandon Ashley

Alba Berlin verhandelt mit einem 21-jährigen Talent aus den USA: Brandon Ashley soll das Team noch diese Saison verstärken.

Brandon Ashley (v.) könnte demnächst ins Alba-Trikot schlüpfen. Hier trägt er noch die Kleidung der Unioversität in Arizona, für die er bis 2015 spielte

Brandon Ashley (v.) könnte demnächst ins Alba-Trikot schlüpfen. Hier trägt er noch die Kleidung der Unioversität in Arizona, für die er bis 2015 spielte

Foto: Rick Scuteri / picture alliance / AP Images

Die guten Kontakte des neuen Sportdirektors Himar Ojeda in den USA könnten bald erste Früchte tragen. Alba Berlin verhandelt nach Informationen der Berliner Morgenpost mit Brandon Ashley, der aktuell für die Texas Legends in der NBA-Entwicklungsliga (D-League) aktiv ist. Der 21-jährige Flügelspieler ist 2,06 Meter groß. Ojeda kennt ihn von den Atlanta Hawks, wo er 2015 in der Summer League antrat. Auch bei den Dallas Mavericks, dem Team von Dirk Nowitzki, war er danach ein Kandidat.

Im Schnitt 12,2 Punkte und 5,2 Rebounds

Als Ojeda in der vergangenen Woche als neuer Sportdirektor bei Alba präsentiert wurde, berichtete er viel von seiner Arbeit als Scout für die Hawks, den Klub des deutschen Nationalspielers Dennis Schröder. Dort hat er viele Talente beobachtet, und eines von ihnen könnte demnächst in die Bundesliga wechseln. Denn Ashley war eines dieser Talente.

Der Flügelspieler hatte bis 2015 an der University of Arizona gespielt und in seinem vierten Jahr im Durchschnitt 12,2 Punkte und 5,2 Rebounds erzielt. Der Traum von der NBA-Karriere erfüllte sich jedoch nicht. Deshalb wechselte er in die D-League.

„Er ist ein sehr interessanter Spieler“, sagte Pressesprecher Justus Strauven zu den Gerüchten, „wir haben Interesse an ihm.“ Mehr Details gibt es jedoch von Alba nie, bevor ein Vertrag unterschrieben ist – und das ist bisher nicht der Fall. Die Wechselfrist für diese Saison endet am 29. Februar, das ist der kommende Montag.

Lowerys Zukunft ist völlig offen

Bis dahin muss auch entschieden sein, was mit Robert Lowery geschieht. Der US-Amerikaner war am 19. Januar aus der griechischen Liga von Nea Kifissia nach Berlin gewechselt. Er sollte den an der Hand verletzten Jordan Taylor vertreten und unterschrieb einen Vertrag bis Ende Februar mit der Option, bis zum Saisonende zu bleiben. Beim Pokal-Top-Four in München, wo Alba überraschend zum neunten Mal Cupsieger wurde, verletzte er sich jedoch im Halbfinale gegen Frankfurt am linken Knöchel und geht derzeit an Krücken. Taylor ist außerdem wieder topfit. Deshalb scheint sehr ungewiss, ob er bei Alba bleiben kann.

Zumal die Berliner jetzt mit Lowery bereits acht Ausländer im Team haben – einen mehr, als sie in der Bundesliga einsetzen können. Allerdings steht der Kroate Kresimir Loncar dicht davor, die deutsche Staatsbürgerschaft zu erhalten.