Basketball-Eurocup

Alba kämpft sich zum wichtigen Sieg gegen Saloniki

Drei Viertel gab es Licht und Schatten, doch im Schlussspurt verdient sich Alba seinen 82:67-Erfolg im Eurocup gegen Aris.

16 Punkte, zehn Rebounds, neun Assists – die Bilanz eines gelungenen Abends für Albas Besten Dragan Milosavljevic

16 Punkte, zehn Rebounds, neun Assists – die Bilanz eines gelungenen Abends für Albas Besten Dragan Milosavljevic

Foto: Fotostand / Bansemer / picture alliance / Fotostand

Berlin.  Noch war Robert Lowery nur Zuschauer. Von der Tribüne aus sah der Zugang von Alba Berlin am Dienstag in der Mercedes-Benz Arena, wie sein neues Team in der Eurocup-Zwischenrunde gegen Aris Saloniki spielte. Was er sah, dürfte dem US-Amerikaner sehr gut gefallen haben. Alba gewann 82:67 (38:37) und wahrte seine Chance aufs Weiterkommen. Bester Berliner Werfer war Elmedin Kikanovic mit 22 Punkten, überragend Dragan Milosavljevic (16 Punkte, 10 Rebounds, 9 Assists).

Lowery schaut schon zu, spielt aber erst nächste Woche

Am Dienstagmittag war die Freigabe des griechischen Klubs Nea Kifisia für Lowery eingetroffen, spielen darf er im Eurocup aber erst in der kommenden Woche. Der 28-jährige Spielmacher ist sozusagen auf Probe bei den Berlinern. Sein Vertrag läuft bis Ende Februar, Alba hat die Option auf eine Verlängerung bis Saisonende.

In den kommenden sechs Wochen stehen mindestens neun Spiele für Alba an. „Es ist wichtig, einen weiteren Spieler in der Rotation zu haben, um unsere Intensität im Spiel und im Training hoch zu halten“, erklärte Albas Trainer Sasa Obradovic.

Kurz nach der Pause führen noch die Gäste

Das zeigte sich gegen Aris. Die Rotation ist kurz, da Jordan Taylor und Niels Giffey verletzt fehlen. Obradovic wechselte viel, auf der Spielmacherposition kam der junge Ismet Akpinar lange zum Einsatz (11 Punkte in 26 Minuten) und machte seine Sache sehr gut. Wie man es von Alba gewohnt ist, wechselten Licht und Schatten.

So erspielten sich die Berliner durch einen 13:2-Lauf eine Zwölf-Punkte-Führung (34:22/15. Minute), vor allem eine starke Defensiv-Leistung war dafür verantwortlich. Aber danach leistet sich Alba viele Fehler (wie zuletzt beim desaströsen 43:46 in Braunschweig), so dass die Führung zur Halbzeitsirene auf einen Zähler zusammengeschmolzen war (38:37).

Erst spät bricht der Widerstand der Griechen

Die 300 Aris-Fans unter den 7771 Zuschauern flippten fast aus, als ihr Team nach der Pause gleich voll da war – und Alba 42:47 in Rückstand geriet. Vieles ging jetzt bei den Berlinern daneben, die jedoch aufopferungsvoll kämpften. So hatten sie zehn Minuten vor Schluss wieder ein 58:58 erkämpft. Alba war zurück – und wie.

Jetzt waren auch seine Fans außer sich. 70:62 vier Minuten vor Schluss. 74:65, als noch 2:12 Minuten zu spielen waren. Der Widerstand der Griechen war gebrochen. „Endlich haben wir wieder getroffen“, freute sich Kapitän Alex King. Am Ende war sogar jeder Wurf ein Treffer. „Unser Team hat einen unglaublichen Willen. Wir wollten es unbedingt“, sagte Akpinar.