Basketball

Albas historisch schwache Wurfquote führt zu Pleite

So schlecht hat Alba in 25 Jahren Klubgeschichte noch nie geworfen: 43:46 verloren die Berliner ein denkwürdiges Spiel in Braunschweig.

Katastrophal aus der Distanz wie unter dem Korb: Hier vergibt Kresimir Loncar (l.) einmal mehr einen Wurf

Katastrophal aus der Distanz wie unter dem Korb: Hier vergibt Kresimir Loncar (l.) einmal mehr einen Wurf

Foto: Martin Rose / Bongarts/Getty Images

Berlin.  Alba Berlin hat nach einer desaströsen Wurfleistung in der Basketball-Bundesliga eine unerwartete 43:46 (24:20)-Niederlage bei den Löwen Braunschweig kassiert und im ersten Spiel der Rückrunde wichtige Punkte im Kampf um eine vordere Tabellenposition eingebüßt. Das Resultat sagt schon alles. „Wir haben vorn einfach nicht getroffen“, ärgerte sich Teamkapitän Alex King, „auch die leichten Würfe unter dem Korb nicht verwandelt. Und dann verlieren wir so ein Spiel.“

Nur vier von 29 Dreiern fallen in den Korb

Mit einer katastrophalen Wurfleistung: Nur vier von 29 Würfen aus der Dreipunktedistanz fanden ihr Ziel (17 Prozent), unter dem Korb (31 Prozent) versagten auch die Center ihren Dienst – da half es wenig, dass die Berliner rackerten und kämpften, beim Rebound deutlich besser waren als die Braunschweiger. Es war erst das zweite Mal, dass in einem Bundesligaspiel beide Mannschaften unter 50 Punkten blieben. Zuerst war dies am 30. Dezember 2011 beim 44:49 zwischen Frankfurt Skyliners und Artland Dragons der Fall.

Für die Berliner war es die schlechteste Angriffsleistung in gut 25 Jahren Klubgeschichte. Die zuvor schlechteste Ausbeute von 49 Zählern verbuchte Alba 1992 in Leverkusen. Durch die historische Pleite rutschten die Albatrosse auf den dritten Tabellenplatz hinter Meister Brose Baskets Bamberg und Bayern München ab.

Will Cherry bleibt bei zwölf Würfen ohne einen Punkt

Fast die gesamte Partie über hatte Alba Löwen- und Liga-Topscorer Keaton Grant unter Kontrolle, dann brachte ein Dreier des Amerikaners zum 45:43 die Entscheidung. Auf Berliner Seite schaffte es dagegen Will Cherry in fast 29 Minuten, bei zwölf Würfen ohne einen einzigen Punkt zu bleiben. Nur Dragan Milosavljevic traf auf Seiten der Gäste mit 13 Punkten zweistellig.

„Es war sicherlich eines der hässlichsten Spiele, die ich jemals erlebt habe“, sagte Alba-Trainer sasa Obradovic, „wir waren noch ein bisschen vom Spiel in Klaipeda unter der Woche beeinflusst, hatten aber vor allem Probleme mit der Zonenverteidigung. Entweder wir haben die offenen Würfe nicht genommen, oder wir haben sie nicht getroffen. Defensiv waren wir okay, müssen nun aber vor allem nach vorne schauen.“