Basketball

Alba wartet nur noch auf Freigabe für Robert Lowery

Der US-Amerikaner, der die Berliner Basketballer verstärken soll, hat bis Saisonende unterschrieben. Doch es gibt noch ein Problem.

In der 2. Basketball Bundesliga bei den die Saar-Pfalz Braves begann im Jahr 2010 die Profikarriere von Robert Lowery (rechts)

In der 2. Basketball Bundesliga bei den die Saar-Pfalz Braves begann im Jahr 2010 die Profikarriere von Robert Lowery (rechts)

Foto: imago/Becker&Bredel / IMAGO

Berlin.  Jetzt ist Geduld gefragt. „Es wird sicherlich noch eine Zeit lang dauern“, sagt Marco Baldi, der Geschäftsführer von Alba Berlin. Das Warten auf eine Unterschrift aus Griechenland hat begonnen, die die Freigabe des Basketballprofis Robert Lowery bestätigt.

Eigentlich ist seit Montagfrüh alles klar: Der US-Amerikaner und Alba sind sich einig, ein Vertrag bis zum Saisonende sei bereits unterzeichnet, so Baldi. Doch damit der 28-jährige Spielmacher auch wirklich für Berlin antreten kann, muss sein bisheriger Klub, der griechische Erstligist AE Nea Kifisia Dimoulas aus Athen, eben besagte Freigabe erteilen. Baldi hält sich in diesem Punkt zwar bedeckt, es müsste aber wohl eine Ablösesumme nach Griechenland gezahlt werden. Angeblich soll dies in einer Vertragsklausel stehen, die es Lowery ermöglicht zu wechseln.

Geht alles nach Plan, soll der 1,88 Meter große Spieler Alba nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Niels Giffey und Jordan Taylor weiterhelfen. In den sechs Spielen, in denen er seit November 2015 für die Griechen im Einsatz war, kam er im Schnitt auf 16,2 Punkte, 5,2 Rebounds und 2,8 Assists. „Es ist schwer, in unserer jetzigen Situation jemanden zu finden, der voll im Saft steht“, sagt Baldi, der den potenziellen Zugang als „sehr schnell, giftig und gut in der Defensive“ beschreibt.

Am Diestag im Eurocup gegen Saloniki nicht dabei

Bei Alba hatte man mit sich gerungen, ob wirklich ein Neuer geholt werden soll. Berlin hat schon sechs Ausländer unter Vertrag, ein weiterer würde, wenn alle wieder fit sind, zuschauen müssen. Es würde aber „zappenduster“ (Baldi), wenn sich in den kommenden Wochen einer der noch verbliebenen Spielmacher, Will Cherry und Ismet Akpinar, verletzen würde. Zudem ist die Belastung mit vielen Spielen sehr hoch.

In der wichtigen Eurocup-Zwischenrundenpartie gegen Aris Saloniki am Dienstag (19 Uhr, Mercedes-Benz Arena, Livestream bei www.rbb-online.de/sportplatz) wäre Lowery allerdings sowieso noch nicht spielberechtigt. Dies wäre auf europäischem Parkett erst ab 27. Januar (in Saloniki) der Fall. In der Bundesliga und im Pokal, so am kommenden Sonnabend im Viertelfinale gegen Würzburg, könnte er allerdings sofort nach der Freigabe ran.

Der US-Amerikaner stand bisher jedes Jahr bei einem anderen Klub unter Vertrag. Seine erste Profistation war 2010/2011 der deutsche Zweitligist Saar-Pfalz Braves. Eine von zwei Parallelen zum ehemaligen Alba-Profi Julius Jenkins. Auch Lowery trägt wie Jenkins zu seiner Berliner Zeit eine lange Rasta-Mähne, auch Jenkins begann einst als Profi in der zweiten deutschen Liga, 2003 bei RCE Falke Nürnberg.

Zuletzt war Lowery bei Kifisia unter Vertrag

Lowery lieferte als Schütze in den folgenden Jahren bei eher unbekannteren Klubs immer starke Statistiken ab. Beim tschechischen Klub Levharti Chomutoc (2011/2012) waren es im Schnitt 17,6 Punkte, 20112/2013 bei Best Balikesir (Türkei) 17,3 Zähler, beim italienischen Zweitligisten Lighthouse Trapani (2013/2014) 15,1 Punkte. 2014/2015 spielte er erst für Koroivos (Griechenland/16,8), später für den lettischen Klub VEF Riga (9,8). In der Kategorie Korbvorlagen lag sein Schnitt bei etwa drei.

Eigentlich war im Sommer 2015 der Wechsel zum türkischen Zweitliga-Klub Denizli Baskets geplant, dort fiel Lowery allerdings durch den Medizincheck. Seit dem 28. November 2015 hat er nun sechs Partien für Nea Kifisia bestritten.

Immer wieder hat Alba in den vergangenen Spielzeiten Profis auf der Spielmacherposition nachverpflichtet: So beispielsweise gleich zu Beginn der vergangenen Saison Alex Renfroe. Im Dezember 2012 kam Je’Kel Foster, Taylor Rochestie wechselte im Februar 2011 nach Berlin.