Basketball

Alba Berlin stutzt Armani Mailand

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Dietmar Wenck
Will Cherry trug mit 15 Punkten zum klaren Sieg bei

Will Cherry trug mit 15 Punkten zum klaren Sieg bei

Foto: nph / Engler / picture alliance / nordphoto

Die Berliner starten mit einem 83:67-Sieg furios in die Top-32-Runde des Eurocup. Grund ist eine überragende Wurf- und Abwehrleistung.

Berlin.  Alba Berlin hat sein erstes Spiel der Top 32 im Basketball-Eurocup nach einer überragenden Wurf- und Abwehrleistung gewonnen. Gegen Armani Mailand, aus der Euroleague in diesen Wettbewerb abgestiegen, siegte die Mannschaft von Trainer Sasa Obradovic klar 83:67 (41:40) und hat den ersehnten ersten Schritt ins Achtelfinale gemacht. Nächsten Mittwoch muss sie bei Neptunas Klaipeda/Litauen antreten.

Der Erfolg kam umso überraschender, als die Berliner schon vor Beginn einen Rückschlag hinnehmen mussten. Ihr Spielmacher Jordan Taylor, der in den vergangenen Spielen konstant stark auftrat, fällt voraussichtlich für sechs Wochen aus.

Grund ist eine Kapsel- und Bänderverletzung am linken Daumen, die sich der Amerikaner bei der Niederlage in Ludwigsburg am 2. Januar zugezogen hatte. Bitter für Alba, das damit bereits auf den zweiten Starter verzichten muss, auch Niels Giffey ist ja wegen einer Sehnenentzündung im Fuß noch immer nicht einsatzfähig und saß neben Taylor hinter einer Werbebande.

Ersatzmann Ismet Akpinar überzeugt

Was beide sahen, war sehr erfreulich. Ihre Teamkollegen begannen keines-wegs gehemmt wegen des Verletzungspechs, sondern durchaus gut strukturiert und oft mit klugen Abschlüssen. Daraus resultierte bald eine kleine, dann eine größer werdende Führung. An Taylors Stelle bekam der 20-jährige Ismet Akpinar (11 Punkte) viel Spielzeit und machte seine Sache gut.

Er sicherte mit einem Dreier zum 21:10 in der 7. Minute den ersten großen Vorsprung. Dann holten die Gäste aus Italien auf, es wurde vorübergehend eine Partie mit wechselnden Führungen. Zur Pause hatte Alba noch einen kleinen Vorsprung. Obradovic ärgerte sich aber, dass seine Mannschaft viele Gelegenheiten ausgelassen hatte, klarer vorn zu liegen. Allein das Vergeben von sechs Freiwürfen war sträflich.

Applaus für einen Rückkehrer

Nach dem Wechsel kam der mit viel Applaus von den nur 6251 Zuschauern begrüßte Rückkehrer Jamel McLean bei Milano besser ins Spiel, wurde Armanis Topscorer (18 Punkte), doch den Takt gab weiterhin Alba vor. Vor allem, weil die Distanzwürfe reinfielen. 12 von 20 Dreiern – das war entscheidend.

Akpinar, Will Cherry (15) und der herausragende Dragan Milosavljevic (23) sowie eine exzellente Verteidigung hielten die Hoffnung hoch. In der 36. Minute hieß es sogar durch Milosavljevic 75:61, eine Minute darauf 78:62. Der Rest war Jubel. Der serbische Held des Abends sagte: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft – auch wenn wir ein bisschen Glück bei unseren Würfen hatten.“