Basketball

Alba verpatzt Jahresauftakt gegen Ludwigsburg

Nach vier Liga-Siegen in Serie hat Alba gegen Ludwigsburg eine Niederlage eingesteckt und den Sprung an die Tabellenspitze verpasst.

Berlins Jordan Taylor (M.) im Zweikampf gegen Ludwigsburgs Royce O'Neale (l.) und Jon Brockman

Berlins Jordan Taylor (M.) im Zweikampf gegen Ludwigsburgs Royce O'Neale (l.) und Jon Brockman

Foto: dpa

Sasa Obradovic hatte sein Team beschworen: nicht wieder von der aggressiven Spielweise der Riesen Ludwigsburg überrumpeln lassen. Diesmal keine einfachen Ballverluste produzieren und in der Offensive entschlossen jede Chance nutzen. Verhindern, dass die Distanzschützen der Schwaben heißlaufen. Klingt nach der richtigen Taktik. Aber hatte ihm niemand zugehört? Der Trainer von Alba Berlin hätte sich schon nach vier Minuten der Spitzenpartie in der Basketball-Bundesliga auf seine Bank setzen und weitere Hinweise sparen können. Da bereits war das Spiel verloren. Ludwigsburg führte 20:4 und behielt fast über 40 Minuten die Kontrolle. Am Ende stand ein verdienter 90:80 (44:32)-Erfolg der Gastgeber. Die dritte Alba-Schlappe gegen Ludwigsburg in dieser Saison. Die erste Niederlage nach zuvor fünf Siegen in Folge. Und eine denkbar schlechte Werbung für das Eurocup-Spiel am Mittwoch (20 Uhr, Mercedes-Benz Arena) gegen Mailand.

„Ich hätte erwartet, dass wir hier ganz anders starten“, ärgerte sich Obradovic. „In der zweiten Halbzeit haben wir physischer gespielt“, sagte Berlins Kapitän Alex King. Das erklärt, warum diese Hälfte knapp zugunsten seines Teams endete. Nur: warum so spät? Einem Rückstand hinterherzulaufen, zumal vor 4500 Zuschauern in der ausverkauften MHP Arena in Ludwigsburg, erschwert die Sache erheblich. Und die Hausherren trafen auch außergewöhnlich gut. 69 Prozent ihrer Dreipunktewürfe (Alba 29 Prozent), 57 Prozent aus der Nahdistanz (Alba 47) – da verwundert eher, dass das Resultat nicht klarer ausfiel. Hauptgrund war ein Zwischenspurt der Gäste mit 12:0 Punkten zum 68:76 Mitte des letzten Viertels.

Doch Ludwigsburg wusste die richtigen Antworten. Ein Dreier von Brad Loesing, einer von David McCray, und die Hoffnungen waren schnell wieder dahin. Beste Werfer für die immerhin bis zum Schluss kämpfenden Berliner waren Jordan Taylor (20 Punkte), Mitchell Watt (14) und Will Cherry (13); bei den Riesen Ludwigsburg ragten Adam Waleskoski (22), Kerron Johnson (20) und Royce O’Neale (14) heraus. Alba bleibt aber Tabellenzweiter.