Basketball

Alba hat leichtes Spiel mit dem schwachen Schlusslicht MBC

| Lesedauer: 2 Minuten

Albas Cheftrainer Sasa Obradovic

Albas Cheftrainer Sasa Obradovic

Foto: Digitalfoto Matthias / pa/DFM

Das Berliner Team verteidigt mit dem 89:58-Erfolg Platz zwei und qualifiziert sich für die Pokal-Final-Four-Teilnahme.

Alba hat seine Lektion gelernt: Vor einem Monat spielte der Basketball-Bundesligist gegen den damaligen Tabellenletzten Bremerhaven viel zu lasch – und verlor. Am Sonntag hieß der Gegner Mitteldeutscher BC, das aktuelle Schlusslicht der Liga. Diesmal ging der Tabellenzweite Alba viel konzentrierter zu Werke und siegte vor 9367 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena mit 89:58 (43:28). Will Cherry war mit 19 Punkten bester Werfer. „Es geht aufwärts“, stellte Dragan Milosavljevic fest. „Wir haben den Ball gut bewegt und waren immer sehr aggressiv.“

Nach fünf Minuten und sieben Sekunden, Alba führte bereits mit 18:5, hatte Dirk Dittrich genug gesehen. Der Interimstrainer des Mitteldeutschen BC nahm eine Auszeit, um seinen Spielern ein paar Tipps zu geben. Dittrich war bis zum Freitag noch Assistent von Chefcoach Silvano Poropat gewesen, doch dieser hatte am zweiten Weihnachtsfeiertag die Brocken hingeworfen. Die Erfolglosigkeit der vergangenen Monate hatte ihn zermürbt.

Den Berlinern heillos unterlegen

Dittrich war um seine Aufgabe wahrlich nicht zu beneiden. Denn von Beginn an war sein Team den Berlinern heillos unterlegen. Bis zur Pause betrug der höchste Vorsprung der Berliner 19 Punkte (43:24/18. Minute), die zwischenzeitlich eine 15:0-Serie hingelegt hatten. Die Qualitätsunterschiede waren einfach zu groß. Wobei es schon erstaunlich war, welche klaren Chancen Berlin anfangs zum Beispiel durch Kresimir Loncar oder Michael Watt direkt unter dem Korb vergab.

Alba, wieder mit Niels Giffey nach seiner neun Spiele dauernden Pause wegen einer Fußverletzung, bemühte sich, trotz der Überlegenheit Konzentration und Intensität hochzuhalten. Was zum Ärger von Trainer Sasa Obradovic zwar nicht durchgängig gelang, gut unterhalten fühlten sich die Fans von der klaren Angelegenheit trotzdem. Alle zwölf ­Alba-Profis trafen.

Die kommenden Spiele in Würzburg am Mittwoch und in Ludwigsburg am Sonnabend werden mit Sicherheit viel schwerer. Zumindest bescherte der Sieg gegen den MBC Alba auch die Teilnahme am Pokal-Viertelfinale, an dem sechs Teams teilnehmen. Aus diesem Sextett werden drei Teilnehmer am ­Final Four ermittelt. München ist als Ausrichter bereits qualifiziert.

( seb )