Basketball

Alba erwartet in Hagen eines der schwersten Spiele

Gerade hat Alba mit zwei Siegen am Stück neues Vertrauen geschöpft. Aber in Hagen wartet eine komplizierte Aufgabe.

Harte Probe: Elmedin Kikanovic, Kresimir Loncar und Marc Liyanage (v.l.) erwartet in Hagen ein besonders bissiger Kontrahent

Harte Probe: Elmedin Kikanovic, Kresimir Loncar und Marc Liyanage (v.l.) erwartet in Hagen ein besonders bissiger Kontrahent

Foto: Huebner/Blatterspiel / dpa

Berlin.  Phoenix Hagen hat gerade einen Lauf. Vier Spiele nacheinander hat der Tabellenneunte in der Basketball-Bundesliga gewonnen. Bei Alba Berlin interessiert es sonst nicht, was die Konkurrenz aus der Provinz tut. Weil die Mannschaft von Trainer Sasa Obradovic in Westfalen schon häufig verloren hat, nimmt man den Namen des Kontrahenten sowieso nur im Notfall in den Mund. Aber jetzt tritt der Notfall ein: An diesem Dienstag (18.30 Uhr, Sport1) sind die Berliner in Hagen zu Gast. Obradovic warnt: „Dies ist eines unserer härtesten Spiele der Saison.“

Berliner Respekt vor den Westfalen ist berechtigt

Der Respekt des Tabellenzweiten ist nachzuvollziehen. Unter anderem haben die Hagener im Laufe ihrer kurzen Serie mit Ludwigsburg, Oldenburg und Bremerhaven drei Teams geschlagen, die fast zur gleichen Zeit gegen Alba gewannen. Nun sind Quervergleiche im Sport nicht immer aussagekräftig, doch solche Resultate machen die Spieler trotzdem nachdenklich. In Ludwigsburg muss man erst mal mit 17 Punkten Vorsprung gewinnen – so wie Phoenix. Die Hagener verteidigen sehr früh und aggressiv, in der Offensive schließen sie am liebsten mit Fastbreaks ab oder versuchen es mit „run and gun“: nicht lange fackeln, schnell mit Distanzwürfen abschließen. Lässt ein Gegner das zu, wird es schwer.

„Ich hoffe, dass wir gut ins Spiel starten und uns wenige Ballverluste erlauben“, wünscht sich der routinierte Kresimir Loncar. Auf ihn und seine Center-Kollegen bei Alba wird es verstärkt ankommen. Anders als in vergangenen Jahren haben die Gastgeber in dieser Saison auch unter den Körben mit dem Kanadier Owen Klassen sowie den US-Amerikanern D.J. Covington und Ivan Elliott gleich drei gefährliche Spieler, die im Durchschnitt mehr als zehn Punkte pro Partie machen.

Bell mit 34 noch immer als Scharfschütze gefürchtet

Es reicht also nicht, die Außenspieler um David Bell zu kontrollieren. Der ist zwar schon 34 Jahre alt, aber mit seinen 15,6 Punkten im Schnitt nach wie vor einer der besten Scharfschützen der Liga. „Aus leidvoller Erfahrung wissen wir, dass die Hagener gerade gegen Alba stets mehr als hundert Prozent geben“, schwant Obradovic. Die Provinz ärgert eben gern mal die Hauptstadt.