Basketball

Alba trifft in Frankfurt auf die Mannschaft der Stunde

Ausgerechnet in ihrer schwierigsten Saisonphase müssen die Albatrosse nach Frankfurt. Der Tabellenzweite Skyliners ist im Siegesrausch.

Schwierige Aufgabe: Sasa Obradovic muss mit Alba nach Frankfurt

Schwierige Aufgabe: Sasa Obradovic muss mit Alba nach Frankfurt

Foto: Soeren Stache / dpa

Berlin.  Wenn eine Mannschaft einen Lauf hat, klappen Dinge, die schwer zu erklären sind. Etwa beim Basketball-Team der Frankfurt Skyliners, das an diesem Sonntag Alba Berlin empfängt. Da treffen plötzlich eher passable Werfer wie Aaron Doornekamp (53,7 Prozent), Konstantin Klein (50) oder John Little (48) aus der Dreier-Distanz so gut, als hätten sie den ganzen Sommer über nichts anderes trainiert. Haben sie aber nicht. Es läuft einfach.

Die Hessen haben 13 Mal in Folge gewonnen

Diese guten Quoten sind ein Grund dafür, dass die Hessen in der Bundesliga sieben Mal in Folge gewonnen haben und auf Tabellenplatz zwei stehen. Zählt man den Europapokal dazu, währt ihre Siegesserie gar 13 Spiele. Ein anderer Grund ist, dass die Mannschaft, in der neben dem Ex-Berliner Klein die Nationalspieler Danilo Barthel und Johannes Voigtmann Leistungsträger sind, in großen Teilen ihre zweite Saison gemeinsam bestreitet.

„In Frankfurt treffen wir auf die momentan am besten zusammenspielende Mannschaft der Liga“, sagt Alba-Trainer Sasa Obradovic, „sicher hat Bamberg noch bessere Spieler, aber den besten Teambasketball zeigen die Frankfurter, denen man ansieht, dass sie sich gut kennen.“

Zwei große „B“ schon geschlagen heimgeschickt

Aus Bamberg, auch von Bayern München wird kein Widerspruch kommen – zwei der drei großen „B“ der Liga haben die Skyliners zuletzt schon geschlagen nach Hause geschickt. Fehlt noch das dritte „B“, Alba Berlin. Und die jüngsten Vorstellungen der Berliner machten wenig Mut. Wo Frankfurt einen Lauf hat und vor Selbstbewusstsein strotzt, zeigt sich bei Alba die entgegengesetzte Richtung. Fünf Niederlagen in Folge haben Spuren hinterlassen, der gute Saisonstart ist fast vergessen. „Die Spieler haben viel Selbstvertrauen verloren, das wir uns Schritt für Schritt zurückholen müssen“, erkennt Obradovic.

Ausgerechnet jetzt allerdings heißt der Gegner Frankfurt, am Mittwoch geht es im Eurocup dann zum Gruppenersten Gran Canaria, am folgenden Sonntag (17 Uhr, Mercedes-Benz Arena) gastiert Meister Bamberg. „Nach unseren Niederlagen gibt uns das Spiel in Frankfurt aber auch die Chance, zurück in die Spur zu finden“, sagt Center Elmedin Kikanovic. Und selbst einen neuen Lauf zu starten.