Basketball

Erste Liga-Niederlage bringt Alba nicht aus der Fassung

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Dietmar Wenck
Ist doch nicht so schlimm: Alba-Trainer Sasa Obradovic kann allerdings Niederlagen nichts Gutes abgewinnen

Ist doch nicht so schlimm: Alba-Trainer Sasa Obradovic kann allerdings Niederlagen nichts Gutes abgewinnen

Foto: Matthias Kern / Bongarts/Getty Images

Einmal musste es passieren: Albas erste Niederlage in der Bundesliga. Die Verantwortlichen trugen sie mit Fassung.

Berlin.  Eineinhalb Minuten waren noch zu spielen in der ausverkauften EWE-Arena, da nahm das Basketballspiel zwischen den Oldenburger Gastgebern und Alba Berlin seine letzte, entscheidende Wendung. Vaughn Duggins, derzeit bester Werfer der Bundesliga mit einem Schnitt von 17,4 Punkten, traf trotz guter Verteidigung durch Dragan Milosavljevic mit einem wilden Wurf aus der Distanz zum 72:72. Im nächsten Angriff vergab der Berliner Kresimir Loncar knapp, den Gegenzug nutzte Oldenburgs Senior Rickey Paulding zum 75:72. Die Partie endete 79:76, es war die erste Niederlage in der Bundesliga für das Team von Trainer Sasa Obradovic.

Oldenburg gewann schon siebtes Spiel in Folge

Der Serbe reagierte ruhig: „Wir haben die Chance nicht genutzt, unsere Führung am Ende ins Ziel zu bringen. Es gab gute Möglichkeiten für uns, aber die haben wir vergeben.“ So hört sich das an nach einer Niederlage, die kein Beinbruch ist. Kann passieren, Oldenburg hat einen Lauf, gewann sein siebtes Spiel in Folge. „Wir wussten, dass es schwer ist, hier zu gewinnen“, sagte Teamkapitän Alex King, „wir waren motiviert, aber es hat nicht geklappt.“

Man kann davon ausgehen, dass sich beide dennoch geärgert haben. Meistens lagen die Gastgeber zwar vorn, mit bis zu elf Punkten gar. Aber als es darauf ankam, schien Alba hellwach zu sein, übernahm mit einer 14:0-Serie die Führung. Am Ende neigte sich die Waage jedoch nicht auf die Seite der Berliner. Das kann ja auch nicht jedes Mal gelingen.

Bilanz liest sich noch immer besser als erwartet

Die Bilanz liest sich immer noch viel positiver, als es irgendjemand in Berlin vor Saisonbeginn für möglich gehalten hätte. Tabellenführer in der Bundesliga mit acht Siegen in neun Spielen; im Eurocup Dritter mit 4:2 Siegen und fast sicher in der nächsten Runde. „Besser als erwartet“, sagt auch Geschäftsführer Marco Baldi angesichts der vielen Schwierigkeiten für das neu gebaute Team in der Saisonvorbereitung. Irgendwann musste in der Bundesliga ein Rückschlag kommen. Viel wichtiger ist, dass Alba so schnell wie möglich wieder gewinnt. Die nächste Chance dazu besteht am Mittwoch bei Grissin Bon Reggio Emilia.

( diw )