Basketball

Alba passt ziemlich gut ins Beuteschema von Jordan Taylor

Zu den neuen Spielern von Alba Berlin zählt Jordan Taylor, 25. Der Amerikaner soll im Spielaufbau Alex Renfroe ersetzen.

Ein guter Athlet, schon in seiner Collegezeit in Wisconsin: Jordan Taylor verstärkt Alba auf der Position des Spielmachers

Ein guter Athlet, schon in seiner Collegezeit in Wisconsin: Jordan Taylor verstärkt Alba auf der Position des Spielmachers

Foto: imago/ZUMA Press / IMAGO

Berlin. Jordan Taylor scheint ein Faible für historische Orte zu haben. Als der Basketballprofi aus den USA 2012 seine Heimat Richtung Europa verließ, führte ihn sein erster Weg nach Rom, in die ewige Stadt, in die bekanntlich viele Wege führen. „Da war wirklich die Stadt der Hauptgrund“, sagt der 25-Jährige lächelnd. Eineinhalb Jahre hat er sich bei Lottomatica Rom sehr wohl gefühlt, dann bremste ihn eine Hüftoperation.

Etliche Besuche am Toten Meer und in Jerusalem

Als er wieder topfit war, unterschrieb der Mann aus Minnesota einen Vertrag bei Hapoel Holon nahe Tel Aviv. In Israel also, das ein wahrhaft biblisches Alter hat. „Etliche Male war ich am Toten Meer, auch in Jerusalem“, zeigt der Amerikaner kulturelles Interesse. Und nun also der Wechsel in die deutsche Hauptstadt. „Berlin ist perfekt für mich“, sagt Taylor, „als Stadt, aber auch wegen Basketball.“

Viel Zeit zum Sightseeing bleibt ihm nicht. Am Montag kam er in Deutschland an, am Dienstag bat nach überstandenem Medizin-Check Trainer Sasa Obradovic abends zum ersten Mannschaftstraining von Alba Berlin. Taylor ist eines der letzten Puzzleteile des neuen Teams, dessen Weg bis zum Saisonstart in weiten Teilen vorgezeichnet ist.

Erste Testspiele Anfang September gegen Wroclaw

Am 2. und 3. September bestreiten die Berliner ihre ersten (inoffiziellen) Testspiele gegen Slask Wroclaw. Vom 17. bis 20 September reist die Mannschaft zum Turnier in Caorle/Italien mit Teilnehmern wie Olimpia Ljubljana, Benetton Treviso, Zalgiris Kaunas und Hapoel Jerusalem, die in Europa einen guten Namen haben. Danach folgen zwei abschließende Tests gegen das polnische Spitzenteam Zielona Gora. Und am 1. Oktober eröffnet Alba die 50. Bundesligasaison in der Mercedes-Benz Arena gegen Ulm.

Taylors Ziele sind, man muss das so sagen, ambitioniert. „Das ist immer der Gewinn der Meisterschaft“, sagt er, schiebt aber gleich wissend nach: „so unrealistisch das vielleicht auch scheinen mag. Ich weiß schon, wie stark München und Bamberg sind. es ist also leichter gesagt als getan.“

Taylors Traum bleibt ein Vertrag in der NBA

Ebenso klar ist er, wenn es darum geht, wo er am liebsten noch spielen würde. Wer jetzt erwartet, dass Madrid, Athen oder Istanbul kommen, wird enttäuscht. Dann schon lieber Atlanta, Milwaukee oder Salt Lake City. Denn Kultur und Geschichte hin oder her: „Mein ultimatives Ziel bleibt die NBA.“ In Berlin will er versuchen, sich für sein allergrößtes Ziel zu empfehlen.