Basketball

Alba verpflichtet mit Jordan Taylor einen neuen Spielmacher

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Sebastian Arlt
Im Oktober 2013 trafen Jordan Taylor (links) und Cliff Hammonds im Eurocup aufeinander. Taylor damals im Trikot von Virtus Rom, Hammonds für Alba. Vielleicht spielen beide in der kommenden Saison gemeinsam in Berlin

Im Oktober 2013 trafen Jordan Taylor (links) und Cliff Hammonds im Eurocup aufeinander. Taylor damals im Trikot von Virtus Rom, Hammonds für Alba. Vielleicht spielen beide in der kommenden Saison gemeinsam in Berlin

Foto: imago sportfotodienst

Der US-Profi kommt aus Israel und unterschreibt bei Alba einen Vertrag bis 2017. Der Verbleib von Hammonds ist weiter möglich.

Berlin.  In besonders guter Erinnerung ist Jordan Taylor bei Alba Berlin nicht geblieben. Zumindest wenn man es rein ergebnisorientiert sieht: Denn am 29. Oktober 2013 hatte der US-Amerikaner großen Anteil daran, dass das Berliner Basketballteam im Eurocup bei Virtus Rom mit 71:85 verlor. Taylor, damals im Trikot der Römer, agierte 26 Minuten lang als umsichtiger Spielmacher, erzielte zwölf Punkte und gab vier Vorlagen, die anschließend zu Körben führten.

In etwa so wie damals dürften es sich die Verantwortlichen bei Alba nun vorstellen, wenn der 25-Jährige nun zukünftig für Berlin antritt. Am Freitag wurde offiziell bekanntgegeben: Taylor, 2014/2015 beim israelischen Erstligisten Hapoel Holon im Einsatz, erhält einen Vertrag für zwei Jahre.

Taylor ist der vierte Zugang bei Alba

„Jordan ist ein vielseitiger Spieler mit einer guten Physis“, sagt Albas Sportdirektor Mithat Demirel. „Er wird auf der Position eins und zwei defensiv wie offensiv Impulse geben.“ Taylor („Ich freue mich, jetzt für einen Klub mit großer Tradition im europäischen Basketball zu spielen“) ist ein sogenannter Combo-Guard, der sowohl als Spielmacher für den Ballvortrag sorgen kann, der aber auch als gefährlicher Schütze neben einem Playmaker agieren kann. In der vergangenen Saison überzeugte der 1,85 Meter große Profi mit im Schnitt 14,5 Punkten, 4,8 Assists und 2,9 Rebounds pro Spiel.

Seit dem Aufeinandertreffen in Rom stand er unter Albas Beobachtung. Vor vier Monaten weilte Demirel für einige Tage in Israel, um sich einen persönlichen Eindruck von Taylor zu verschaffen. „Es ist auch wichtig, den Charakter eines Spielers zu kennen“, so Demirel.

In Israel im Schnitt 14,5 Punkte pro Spiel

Taylor ist nach dem US-Amerikaner Ivan Aska (kam von Maccabi Aschdod/Israel), dem Bosnier Elmedin Kikanovic (Sluc Nancy/Frankreich) und dem Serben Dragan Milosavljevic (Partizan Belgrad/Serbien) nun der vierte Neue im Alba-Team für die Spielzeit 2015/16.

Als die Berliner auf Rom trafen (im Rückspiel in Berlin war Taylor verletzt), kam es oft zum direkten Duell zwischen Taylor und Albas Spielmacher Cliff Hammonds. Ist nun nach der Verpflichtung von Taylor die Tür für Hammonds nach zwei Jahren in Berlin zu? „Nein, das Thema ist nicht abgeschlossen“, sagt Demirel dazu. Taylor und Hammonds gemeinsam im Kader ist also vorstellbar. „Das muss aber von allem her passen“, erklärt der Sportdirektor. Noch hat Alba zwei Ausländerstellen frei.