Zweimal musste Alba in dieser Saison schon verletzungsbedingt nachbessern. Ende September kamen Marko Banic und Alex Renfroe, nachdem sich Martin Seiferth die Hand gebrochen und Jonathan Tabu den Brustmuskel gerissen hatten. Jetzt erhielt Center Jannik Freese, 28, einen Vertrag bis Ende Februar, weil Jonas Wohlfarth-Bottermann wegen eines Mittelhandbruchs länger ausfällt.

Der Mannschaft stehe in den nächsten Wochen in der Bundesliga, dem Pokal und Europas Top16 „ein extrem schweres Programm bevor“, erklärt Sportdirektor Mithat Demirel. „Jannik Freese wird uns im Training und in der Bundesliga die dafür nötige Tiefe im Kader geben.“

Alba griff zu, als der Kurzvertrag Freeses beim Bundesliga-Letzten Crailsheim am Sonntag ausgelaufen war. Die Verpflichtungen von Renfroe und Banic zuvor hatten sich als Glücksgriffe erwiesen, jetzt hofft man bei Alba sicherlich, dass wieder mal aller guten Dinge drei sind.

„Wir sind sehr auf unser Training angewiesen“

„Er kennt die Bundesliga schon lange“, beschreibt Demirel den Center, der aus Oldenburg stammt und zuletzt für Crailsheim in fast 28 Minuten auf 12,0 Punkte und 6,8 Rebounds pro Spiel kam. Dass Freese für die Europaliga nicht spielberechtigt ist, stört Demirel nicht. „Wir sind sehr auf unser Training angewiesen und haben bei den Ausfällen von Banic und Radosevic gemerkt, dass wir auch schlechter spielen, wenn die alltägliche Intensität herunter geht.“

Die dürfte Freese auf jeden Fall fördern. Mit seinen 2,11 Metern ist er jetzt vor Radosevic (2,08 m) Albas Längster und vom Typ her eher ein Brecher. „Wir denken, er wird sofort anspringen und er wird seine Spielminuten bekommen“, ist sich Demirel sicher. Was Martin Seiferth, 24, der mittlerweile wieder genesen ist und in Bremerhaven seine allerersten Bundesligapunkte machte, mit gemischten Gefühlen hören wird. „Hätte er die ersten drei Monate verpasst, wäre Martin wohl so weit“, sagt Demirel. „So aber können wir ihm in dieser Phase, die Spielzeit, die er bräuchte, nicht geben.“

TheBre