Basketball

Alba lässt Crailsheim nicht den Hauch einer Chance

Keine 48 Stunden nach der Niederlage in der Euroleague gegen Moskau meldete sich Alba Berlin in der Bundesliga erfolgreich zurück: mit einem ungefährdeten Sieg bei Aufsteiger Crailsheim.

Foto: Lukas Schulze / dpa

Joshiko Saibou konnte sich nicht freuen. Mit 23 Punkten war der in Berlin aufgewachsene Spielmacher zwar der beste Werfer seiner Crailsheim Merlins, sogar der gesamten Partie. Doch der 24-Jährige, der mit dem NBBL-Team Alba Berlins einst Deutscher Meister geworden war, hatte gegen seinen Ex-Klub 65:93 (29:47) verloren. Für den Aufsteiger in die Basketball-Bundesliga war es die fünfte schwere Niederlage im fünften Spiel. „Alba hat ein sehr konstantes Team, das uns schon athletisch sehr überlegen ist“, sagte er enttäuscht. Nicht nur ihm dürfte bewusst sein: Für die überforderten Crailsheimer wird es fast unmöglich werden, die Klasse zu halten.

Früher 20-Punkte-Vorsprung

Die Berliner waren dagegen vor allem erleichtert, ihre Pflichtaufgabe erfüllt zu haben. Und das ohne Verletzungen. Denn sie haben zwei anstrengende Tage hinter sich, beginnend mit der Schlappe daheim gegen ZSKA Moskau und der strapaziösen Anreise zum Bundesligaspiel keine 48 Stunden später. Trotzdem war von Müdigkeit im Team von Sasa Obradovic wenig zu spüren. Der Trainer hatte heftige Kritik an der frühen Ansetzung der Partie geübt, in Sorge um die Gesundheit seiner Spieler. Doch der Verlauf der Begegnung half ihm, niemandem übermäßig viel Spielzeit geben zu müssen.

Gewohnt bissig in der Defensive begann Alba – und hatte die Merlins bereits nach wenigen Minuten entzaubert. Nach einer Viertelstunde führten die Berliner schon 32:12, Crailsheim war chancenlos von der ersten bis zur letzten Minute. „Wir sind froh, gewonnen zu haben“, sagte Mannschaftskapitän Alex King, der mit 20 Punkten Topscorer seines Teams war, in der Schlussminute drei Dreier in Serie verwandelte und so das Ergebnis in die erwartete Höhe schraubte.

Nächste Aufgabe am Freitag in Malaga

Alba war in allen Belangen überlegen, hatte eine Feldwurfquote von 61 Prozent (Crailsheim 38). 37 Berliner Rebounds standen nur 20 der Merlins gegenüber. „Es war eine gute Teamleistung“, sagte Clifford Hammonds zufrieden. Und vermutlich auch froh darüber, dass erst am Freitag das nächste Pflichtspiel ansteht. Dann wieder in der Euroleague bei Unicaja Malaga.