Basketball

Gegen die Artland Dragons muss sich Alba dringend steigern

Beim Erfolg gegen die dezimierten Braunschweiger macht sich das Berliner Basketballteam das Leben selbst schwer. Am Sonntag wartet in eigener Halle ein Gegner anderen Kalibers.

Foto: Peter Steffen / dpa

Nicht schön, aber erfolgreich. So lässt sich das Gastspiel von Alba Berlin bei den Phantoms Braunschweig überschreiben. Da wollte nach dem 69:54 (34:26) des Berliner Basketballteams am Donnerstagabend auch niemand das Ganze schönreden. „Wir haben nicht gut gespielt, aber genug getan, um dieses Spiel zu gewinnen“, meinte Albas Chefcoach Sasa Obradovic. „Es war zäh, wir haben uns schwergetan“, gab Geschäftsführer Marco Baldi ehrlich zu. Wobei man sagen kann, dass es sich die Berliner – ohne ihren verletzten Topscorer David Logan – selbst schwer machten. Viele Würfe verfehlten ihr Ziel, eine Freiwurfquote von lediglich 41 Prozent (sieben Treffer bei 17 Versuchen) hat Alba in dieser Saison auch noch nicht abgeliefert.

Vielleicht lagen die Unkonzentriertheiten etwas daran, dass sich Alba auf ein anderes Braunschweiger Team eingestellt hatte. „Wir hatten nicht erwartet, auf so eine dezimierte Mannschaft zu treffen“, sagte Obradovic. Denn bei den Phantoms fehlten sowohl James Florence als auch Immanuel McElroy (beide Rückenprobleme). Gecoacht wurde die Mannschaft von Assistenztrainer Lars Masell, weil sein Chef Raoul Korner wegen einer fiebrigen Erkältung passen musste.

„Wir haben uns reingebissen und sind über unsere Defensive und über Rebounds dann doch ins Spiel gekommen“, meinte Baldi. Vor allem 16 Offensiv-Rebounds ermöglichten immer wieder neue Chancen. Nach durchwachsenem erstem Viertel (16:20) wurde den Braunschweigern schnell der Zahn gezogen: Abschnitt zwei wurde mit 18:6 gewonnen, danach baute Alba unter dem Jubel von gut einhundert mitgereisten Fans die Führung kontinuierlich aus. 22 Zähler (67:45/37. Minute) betrug der höchste Vorsprung.

Mit einem Sieg hat Alba Platz vier sicher

Alba, das in Reggie Redding (12 Punkte), Clifford Hammonds und Akeem Vargas (beide 10) seine besten Werfer hatte, gelang es vor allem, Phantoms-Topscorer Isaiah Swann auszuschalten. Der US-Amerikaner, bisher im Schnitt bei gut 18 Punkten pro Spiel, kam lediglich auf einen Zähler.

„Gegen die Dragons müssen wir eine andere Leistung bringen als in Braunschweig“, meinte Baldi mit Blick auf die kommende Aufgabe am Sonntag (20 Uhr, O2 World) gegen die Artland Dragons. „Die sind ein anderes Kaliber.“ Mit einem Sieg hätte Alba auf alle Fälle Platz vier und den Heimvorteil im Play-off-Viertelfinale sicher. Wobei die Berliner mit einem Erfolg sogar Platz drei schon sehr nahe kämen.