Basketball

Albas Sportdirektor Demirel buhlt in den USA um Giffey

Das Basketballteam möchte den gebürtigen Berliner sehr gerne verpflichten, der kürzlich College-Champion wurde. Am Donnerstag wartet in der Bundesliga eine schwere Aufgabe in Braunschweig.

Foto: TOM PENNINGTON / AFP

Wenn das Basketballteam von Alba Berlin am Donnerstag (19.30 Uhr) bei den Phantoms Braunschweig antritt, wird Sportdirektor Mithat Demirel fehlen. Er weilt beim „Portsmouth Invitational Tournament“ in den USA. Der Besuch des Turniers, bei dem die 64 besten College-Abgänger vor NBA- und europäischen Scouts vorspielen, ist für Demirel ja sowieso Pflicht. Doch diesmal ist es besonders wichtig: Denn es ist auch der Berliner Niels Giffey dabei, der vor einigen Tagen mit Connecticut College-Meister wurde. Alba möchte Giffey unbedingt in seine Heimat zurückholen, aber Giffey hat viele Optionen.

Demirel wird natürlich über Alba informiert sein, das zuletzt schon wieder eine Serie hingelegt hat. Nachdem vom 10. Dezember bis 11. Februar mit 17 Spielen ohne Niederlage ein Vereinsrekord aufgestellt wurde, haben die Berliner jetzt erneut sechs Siege in Folge auf dem Konto. Unter anderem gegen namhafte Gegner wie Valencia, Bamberg, Ulm und Bonn. Allerdings wird David Logan fehlen, der mit einem schwer gestauchten rechten Sprunggelenk mindestens bis zum Ende der Woche ausfällt.

Schlaflose Nächte hat Albas Coach Sasa Obradovic angesichts des Fehlens seines Topscorers, der auch zuletzt gegen Bonn mit dickem Knöchel 16 Punkte machte, nicht verbracht. „David hat uns in dieser Saison schon mal zweieinhalb Wochen gefehlt.“ Damals habe die Mannschaft „hervorragend reagiert und die Serie mit 17 Siegen in Folge gestartet“. Seine Philosophie sei, „guten Basketball zu spielen, und das hängt nicht von einem einzigen Spieler ab“.

Fehlen von Logan muss kompensiert werden

Mit oder ohne Logan: Ein Sieg wäre ein wichtiger Schritt hin zu dem Ziel, den dritten Tabellenplatz bis zum Beginn des Play-offs in knapp vier Wochen zu verteidigen. Oldenburg, der Vierte, sitzt den Berlinern mit nur einer Niederlage mehr (acht) im Nacken. „Jedes Spiel ist jetzt ein Endspiel um Platz drei“, sagt Kapitän Sven Schultze. Und Jan-Hendrik Jagla ist sich sicher: „Wir sind eine Mannschaft und werden Davids Ausfall gemeinsam kompensieren.“

Neben dem ehemaligen Alba-Profi Immanuel McElroy hält Obradovic große Stücke auf Braunschweigs Isiah Swann. „Nicht zu stoppen“ sei er, sagt Berlins Coach, überhaupt verfügten die Phantoms, derzeit Tabellen-13., über einen soliden Kader. Sein Plan sei, den Phantoms „gar nicht erst eine Chance zu geben. Wenn wir sie ernst nehmen, kriegen wir kein Problem“, ist sich Obradovic sicher.