Basketball

Alba Berlin drohen nun noch fünf Spiele gegen Bonn

Beide Teams wurden einander im Eurocup und auch im Pokalviertelfinale zugelost und trafen bereits zweimal in der Bundesliga aufeinander. Im Vergleich dieser Saison führen die Berliner 4:1.

Ein Klassiker ist das Duell der Basketballer von Alba Berlin gegen die Telekom Baskets Bonn schon längst. In dieser Saison könnte er nun zum Dauerbrenner werden. Fünf Mal standen sich beide Teams bereits gegenüber. Die Berliner gewannen beide Partien im Euro-Cup, das Pokal-Viertelfinale und am Freitag in der Bundesliga, nur auswärts bezogen sie in der Bundesliga eine Last-Minute-Niederlage. Es könnte sein, dass fünf Begegnungen längst noch nicht genug sind. Bleibt Alba Tabellendritter und Bonn auf Rang sechs, träfen sich beide Teams zu maximal fünf Spielen im Viertelfinale wieder.

„Wenn du gegen eine Mannschaft schon fünf Mal gespielt hast, willst du sie nicht unbedingt noch mal wiedersehen“, findet Cliff Hammonds zwar, dennoch könnte es genau dazu kommen.

Alba hat drei Niederlagen mehr auf dem Konto als das Spitzenduo Bamberg und Bayern München (je vier), das am Sonntag im direkten Duell aufeinander trifft. Dass Alba aber noch ganz oben angreifen kann, ist unwahrscheinlich. „Wir würden natürlich auch gern Platz zwei nehmen“, sagt Geschäftsführer Marco Baldi, „aber ich glaube, nach oben hin passiert nichts mehr. Wir sind gut beraten auf Platz drei zu schauen.“

Zu Beginn ein „wenig soft“

Baldi war überrascht, „wie physisch“ die Bonner beim 67:93 in Duell Nummer fünf aufgetreten seien. „Keinen Zentimeter sind sie zurückgewichen“, fand er und stellte dann mit Genugtuung fest: „Damit können wir umgehen.“ Wobei die Bonner bis zum dritten Viertel noch gut mithielten, bevor David Logan mit einer Dreier-Serie ihr Schicksal besiegelte.

Dass sein Team anfangs „ein wenig soft“ gewesen sei, wunderte Sasa Obradovic nicht. Es sei sogar so „geplant gewesen“, verriet Albas Coach, denn sie hatte in der Woche zuvor „sehr harte Trainingseinheiten“ hinter sich und „war müde“. Er müsse seinen Spieler „ein Kompliment“ machen, dass sie „in der zweiten Halbzeit so gut reagiert“ hätten. Schließlich sei Bonn ja „ein möglicher Gegner im Viertelfinale und eine Mannschaft, die sehr hart spielen kann“. Sollte es dann wirklich zu dem Play-off-Duell kommen, erwartet Obradovic sein Team dann aber stärker.