Es war die Woche der Rekorde. Erst die 40-Stunden-Odyssee nach Juschne mit dem 68:65 nach Verlängerung gegen Chimik und 48 Stunden später, zurück in Berlin, der 15. Pflichtspielsieg in Folge. Mit dem 83:73 (41:45) gegen Bayreuth verbesserte das Team von Sasa Obradovic die klubeigene Bestmarke aus dem Jahr 1999 (14 Siege) und wurde mit stehenden Ovationen gefeiert.
„Die Woche hat uns weh getan“, gestand Obradovic: „Meine Mannschaft hat zwei Nächte in einem kalten Bus geschlafen. Die Körper waren nicht zu hundert Prozent da, aber mein Team hat in beiden Spielen Charakter gezeigt.“
9883 Zuschauer suchten in der O2 World bei den Helden von Juschne nach möglichen Spätfolgen des strapaziösen Ausflugs ans Schwarze Meer und die gab es nach einem 8:0-Start auch zu sehen. Hier ein Pass ins Aus, da ein Wurf an den Ring und zudem war der Plan der Bayreuther anscheinend, mit einer besonders rustikalen Gangart den Fitness-Stand der Gastgeber zu prüfen. Basketball wurde zumeist gearbeitet. Beide Teams verteidigten hart, Alba konnte sich mit 39:33 (17.) absetzen, lag aber zur Halbzeit mit 41:45 zurück.
Seit dem 8. Dezember ungeschlagen
Die Berliner zeigten nach der Pause, dass sie nicht zufällig seit dem 8. Dezember ungeschlagen sind. Sie spielen auch noch mit unglaublicher Energie, wenn sie total platt sein müssten, dominierten mit 41:29 das Rebound-Duell, taten sich aber dennoch weiter schwer.
Auch mit einer 10:0-Serie und den Fans im Rücken konnte sich Alba noch lange nicht absetzen. Im Gegenteil: Nach zwei Dreiern von Jagla zum 67:61 (30.) lagen die Berliner erneut 70:71 (34.) zurück. Erst als dieser Rückstand egalisiert war, trugen die knapp 10.000 ihre Mannschaft mit Jubel ins Ziel, wofür die sich danach mit einem Tänzchen bedankte. Beste Werfer waren David Logan mit 19 und Jan Jagla mit 14 Punkten.
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