Basketball

Alba Berlin erringt den dritten Eurocup-Sieg

Alba Berlin hat einen weiteren großen Schritt Richtung K.o.-Runde des Eurocups gemacht. Mit einem klaren 87:71 gegen BC Chimik Juschne gelang dem Bundesliga-Club am Mittwochabend ein weiterer Erfolg.

Foto: Sören Stache / dpa

Es war ein verbissener Kampf und nicht immer schön anzusehen, aber die Resultate entschädigen für alles. Dem Basketballteam von Alba Berlin gelang vor 6204 Zuschauern in der O2 World der zwölfte Pflichtspielsieg in Folge. Der Rekord (14) ist wieder ein Stück näher. Die Berliner machten mit einem erst am Ende klaren 87:71 (38:41) gegen Chimik Juschne aus der Ukraine das Dutzend voll und sind nunmehr in der Gruppe N des Eurocups das einzige noch ungeschlagene Team. Die Tür zum Achtelfinale steht weit offen.

„Wir haben in der zweiten Halbzeit zugelegt, haben physischer gespielt“ erklärte Alex King. In der Runde der letzten 16 sieht er sein Team aber noch längst nicht. „Das war keine Vorentscheidung, wir müssen noch ein, besser noch zwei Spiele gewinnen.“

Als Beispiel für die Eleganz des Basketballsports werden die ersten drei Viertel der beiden Teams, die zuvor ihre Spiele in der Runde der besten 32 gewonnen hatten, sicher nicht dienen. Vielleicht war es ein zu großes Wollen auf beiden Seiten, die die Partie zäh beginnen ließ. Auch, als Reggie Redding mit sechs Punkten in Folge zum 13:11 (9.) kurz die Hoffnung aufkommen ließ, dass Albas Spiel etwas flüssiger werden würde, blieb der Wurm drin. Sieben schwierige Spiele hatte die Mannschaft von Sasa Obradovic zuletzt in nur 18 Tagen gewonnen, bevor sie wegen des All-Star-Games fast eine Woche durchschnaufen durfte. Scheinbar ging in der ersehnten Pause der Rhythmus verloren. „Vielleicht sollten wir jeden zweiten Tag spielen“, scherzte Albas Coach, der im Spiel lautstark in der ganzen Halle zu hören war. „Wir waren nicht bereit, die Konzentration hat gefehlt.“ Genau das habe er seinem Team auch zur Halbzeit gesagt.

Die meisten Treffer kamen aus der Distanz

Anders als im ersten Viertel, das 19:13 endete und in dem schon früh fast nur noch von der Freiwurflinie gepunktet wurde, trafen im zweiten beide Teams besser aus der Distanz. Wobei sich die Gäste treffsicherer zeigten. Dennoch lag Alba bis zum Dreier von Clifford Hammonds zum 30:28 (15.) immer knapp vorn. Erst ein Schlussspurt der Gäste brachte ihnen eine 41:38-Halbzeitführung.

Nach Obradovics Pausen-Appell blieb die Partie weiter eng, und jeder in der Arena rechnete damit, dass sie in einem Herzschlagfinale enden würde. Umso ausgelassener war die Stimmung, als sich Alba beim 58:56 (30.) mit einer 13:0-Serie absetzte und mit inzwischen gewohnt bissiger Verteidigung ein erneutes Comeback der Ukrainer vereitelte. Der Rhythmus war zurück, das Spiel gewonnen. Beste Berliner Werfer waren Leon Radosevic und Redding mit jeweils 15 Punkten, David Logan erzielte 14.

„Wir sind gut zurückgekommen, und das ist für die nächsten Spiele wichtig“, lobte Obradovic, „genauso wie die Differenz am Ende. In dieser Runde kann jeder Punkt zählen.“

Wie sich Alba kommenden Mittwoch (29.1./17 Uhr) bei Chimik Juschne schlägt, wird der RBB ebenso wie die Partien in Straßburg (11.2.) und gegen Kragujevac (19.2.) in einem kostenlosen Livestream im Internet zeigen.