Basketball

Pokalsieger Alba unterliegt Meister Bamberg mit 73:69

Meister Brose Baskets Bamberg hat das Topspiel der Basketball-Bundesliga gegen Alba mit 73:69 (40:42) gewonnen. Berlin musste bereits die zweite Niederlage nacheinander einstecken.

Es hat nicht viel gefehlt, am Ende aber verließ Albas Basketball-Team das Parkett beim Erzrivalen in Bamberg mit hängenden Köpfen. Der Meister aus Franken drehte das hart umkämpfte Spiel erst im Schlussviertel, die Berliner verloren knapp mit 69:73 (42:40). „Wir haben gut verteidigt und lange so gespielt, wie wir es uns vorgenommen hatten“, sagte Sportdirektor Mithat Demirel. „An den Kleinigkeiten, wegen derer wir dann doch noch verloren haben, müssen wir weiter arbeiten.“

Alba musste auf der Centerposition wieder auf Uros Slokar zurückgreifen, weil Leon Radosevic mit einer Grippe pausierte. Der Qualität des Spiels der Berliner tat das aber vorerst keinen Abbruch. Alba spielte in den ersten 15 Minuten nahezu perfekt, profitierte dabei aber auch davon, dass Bamberg noch am Freitag mit 89:78 bei Efes Istanbul in der Europaliga gewonnen hatte. Sein Team habe „da scheinbar eine Menge Energie verloren“, sagte Bambergs Geschäftsführer angesichts der Überlegenheit seiner Gäste.

Das Team von Sasa Obradovic war am Donnerstag mit einem 84:81 gegen Virtus Rom in die zweite Runde des Europacups eingezogen. Beide Teams waren jeweils erst mit einem kraftraubenden Schlussspurt zum Erfolg gekommen. Das Selbstvertauen stimmte, noch war aber die Müdigkeit der Gastgeber sichtbarer. Alba führte dank Levon Kendall und David Logan mit 36:21 (15.).

Der klare Rückstand und die wie immer extrem lauten Fans ließen die Bamberger dann doch die Strapazen von Istanbul vergessen. Alba konnte jetzt Novica Velickovic und Zachery Wright nicht mehr stoppen, und da im Angriff nur noch Reggie Redding (21 Punkte) traf, schmolz der Vorsprung dahin. Mit nur noch 42:40 ging es in die Halbzeit.

Nach dem Wechsel investierten beide Teams die verbliebenen Kraftreserven in die Verteidigung. Alba konnte sich durch Vojdan Stojanovski und Jonas Wohlfarth-Bottermann noch einmal auf 52:42 (27.) absetzen, aber das Comeback zuvor hatte die Bamberger fühlen lassen, dass ein Happyend noch möglich ist.

Die Berliner suchten im Angriff jetzt vermehrt ihren Vollstrecker David Logan, der allerdings nicht traf. Auf der anderen Seite brachte Anton Gavel die Hausherren nach 35:37 Minuten erstmals mit 61:59 in Führung. Am Ende hatten die Berliner noch mehrere Chancen, eine Verlängerung zu erzwingen. Logan und Slokar scheiterten aber an der Freiwurflinie. Ander als Jamar Smith, der Bambergs Sieg sicher stellte.

Alba reiste noch am Abend per Bus nach Bonn, wo das Team übernachtete. Von dort aus geht es weiter nach Dünkirchen, wo die Mannschaft am Dienstag (20 Uhr) im Eurocup beim BCM Gravelines antritt.