Es gibt keine objektiven Gründe, keine verletzten Leistungsträger etwa, mit denen sich erklären ließe, warum das Basketball-Team von Alba Berlin das Siegen verlernt hat. So sehr die Ursachen aber auch für den Betrachter unklar bleiben, so deutlich sichtbar sind die Symptome. Während der Siegesserie, die am Mittwoch in Saragossa endete, ließ das Team von Sasa Obradovic die Gegner von der ersten Sekunde spüren, dass ihnen 40 grausam intensive Minuten bevorstünden. In Spanien aber und jetzt auch beim 79:85 gegen Bremerhaven, der ersten Heimniederlage der Saison, durften die anderen gleich ihr Selbstvertrauen stärken und sich wohlfühlen.

Woran es gegen Bremerhaven haperte, zeigen die 28 Punkte, die der Tabellen-16. in der O2 World, die bis dahin Albas Festung war, im ersten Viertel erzielen durfte. „In den ersten Spielen zu Hause haben wir so intensiv verteidigt, dass wir wie eine Wand standen und die Gegner Probleme hatten, ihr Spiel aufzuziehen“, analysiert Geschäftsführer Marco Baldi. „Die Bremerhavener aber ließen wir ins Spiel kommen und plötzlich fühlten sie sich besser, als sie eigentlich sind.“

Dabei wirkte sein Team auch da keinesfalls so, als könne es mit Niederlagen gut leben. Im Gegenteil: Alle zerrissen sich, das Spiel noch zu drehen. Vergebens. „Wenn zwei Prozent an Intensität und in der Verteidigung fehlen, ist das schon zu viel“, erklärt Baldi und fordert: „Das müssen wir schnell abstellen.“

Die Phase jetzt zeige, dass die Mannschaft trotz aller Erfolge zuvor doch „noch nicht gefestigt sei“, glaubt Baldi. „Für ein Team wie uns mit jungen Spielern, die auf diesem Level noch nicht gespielt haben, gehören solche schmerzhaften Niederlagen dazu.“ Angesichts der nächsten Spiele – am Donnerstag kommt Rom (20 Uhr, Schmeling-Halle), danach geht es nach Bamberg und Dünkirchen – gesteht er aber auch: „Ich mache mir Sorgen“, wissend, das sind Teams, die sich erst recht nicht wohl fühlen sollten.

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