Basketball

Alba erreicht in letzter Sekunde zweite Runde im Europacup

Der Basketball-Bundesligist ist dank einer tollen Aufholjagd gegen Virtus Rom in die Zwischenrunde des Eurocups eingezogen. Alba Berlin gewann in der Schmeling-Halle knapp mit 84:81.

Alba gewinnt im Eurocup gegen Rom

Alba Berlin gegen Virtus Rom mit 84:81 (37:38) gewonnen. Im Fantalk der Berliner Morgenpost kommentieren die Spieler Leon Radosevic und David Logan die Partie.

Video: BMO
Beschreibung anzeigen

Am Ende stimmte alles. An der Stätte ihrer größten Erfolge, der Max-Schmeling-Halle machten die Basketballer von Alba Berlin mit einem Kraftakt die zweite Runde des Eurocups klar.

Sie bezwangen am Donnerstagabend nach einem fast schon aussichtslosen Rückstand Virtus Rom 84:81 (37:38). Erst in den letzten zehn Sekunden machten David Logan und Leon Radosevic den Sieg perfekt.

6851 Fans verabschiedete ihr Team mit stehenden Ovationen. „Das war etwas Besonderes“, blickte Jan-Hendrick Jagla in das historische Rund, „aber was zählt, ist der Sieg, auch wenn er etwas glücklich war.“

Ballverluste und Missverständnisse

Es ging gleich zäh los, was auch daran lag, dass Radosevic knapp sechs Wochen nach seiner Fußverletzung wieder in der ersten Fünf stand. Uros Slokar, der ihn vertreten hatte, verfolgte die Partie in Zivil.

Ballverluste und Missverständnisse prägten die ersten Minuten, was allerdings ohne größere Schäden blieb, denn die Berliner präsentierten sich in der Verteidigung aggressiv. Der 0:6-Start war bald egalisiert, Reggie Redding traf zu Albas erster Führung – 11:9 (9.).

Im zweiten Viertel verschafften Clifford Hammonds und Logan mit zwei Dreiern den Hausherren etwas mehr Luft. Dank Vojdan Stojanovski betrug das Polster bis zur 18. Minute acht Punkte (36:28). Dann aber machte sich Alba durch fahrige Angriffsaktionen das Leben schwer. Durch einen Dreier von Roms Riccardo Moraschini mit der Pausensirene lagen die Berliner sogar wieder mit 37:38 zurück.

In der zweiten Hälfte wurde die Partie noch bissiger geführt wurde. Kein Wunder: Für die Römer war es die letzte Chance, ihre Hoffnungen auf die zweite Runde am Leben zu erhalten.

Alba wollte die dritte Niederlage in Folge verhindern. Bis zum 46:45 (26.) waren die Berliner noch im Spiel, dann machte Roms US-Guard Jimmy Baron in den nächsten dreieinhalb Minuten in Folge 16 seiner insgesamt 25 Punkte – Alba lag 54:64 zurück (31.). Beim 64:76 (35.) schien die Partie verloren.

Dann aber bliesen vor allem Redding, mit 20 Punkten Albas bester Werfer, und Stojanovski zur Aufholjagd, die Radosevic mit seinen Punkten 13 und 14 krönte. „Wir haben 35 Minuten mit zu viel Emotionen gespielt“, atmete Sportdirektor Mithat Demirel erleichtert durch.