Eurocup

Hertha-Trainer Luhukay begeistert von Albas schnellem Spiel

Alba Berlin hat einen großen Schritt in Richtung Eurocup getan. Gegen den Ligarivalen Bonn gewannen die Berliner mit 76:61. Hertha-Trainer Luhukay war zum ersten Mal in der Halle und war beeindruckt.

Alba Berlin hat im Eurocup mit 76:61 gegen den Ligarivalen Bonn gewonnen. Im Fantalk kommentieren die Spieler Uros Slokar und Jan-Hendrik Jagla die Partie.

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Der Siegeszug der Basketballer von Alba geht weiter, und die Chancen der Berliner auf das Erreichen der zweiten Runde des Eurocups stehen bestens. Das Team von Sasa Obradovic schlug die Telekom Baskets Bonn mit 76:61 (37:33) und führt mit 5:1 Siegen die Tabelle der Gruppe D an.

Das Gefühl, mit dem die 8110 Zuschauer über weite Strecken der ersten Hälfte das Spiel sahen, war in der O2 World lange nicht mehr zu spüren. Gegen die Bayern und auch Ulm hatte sich die Mannschaft schon bald in einen Rausch gespielt. Gegen die Bonner aber hakte es gewaltig und zwar in der Offensive. Die Berliner trafen ihre Würfe nicht und liefen hinterher. Spätestens bei 10:16 (8.) war in den besorgten Mienen zu lesen: Wird das heute noch was?

Es war zu sehen, dass sich beide Teams schon so früh in der Saison aus dem Effeff kannten, denn sie standen sich bereits zum dritten Mal gegenüber. Alba hatte in Bonn Mitte Oktober zum Auftakt des Eurocups mit 86:65 gewonnen, zweieinhalb Wochen später aber mit 59:60 in der Bundesliga verloren. Am Mittwochabend blieben die Berliner dank ihrer wie immer aggressiven Verteidigung im Spiel (18:20/13.). Noch aber war die Ladehemmung nicht überwunden. Erst nach Albas erstem Dreier zum 27:27 (18.) von Vojdan Stojanovski wurde auch im Angriff hier und da gespielt und nicht mehr nur gearbeitet. Levon Kendall, Reggie Redding und Alex King sorgten für eine 37:33-Führung zur Halbzeit.

Luhukay ist beeindruckt

Hinter der Alba-Bank hatte Hertha-Trainer Jos Luhukay Albas Comeback verfolgt. „Ich bin zum ersten Mal beim Basketball, meine Trainer-Kollegen hatten mich gefragt, ob ich nicht mitkommen wollte“, erzählte der Niederländer, der sein Kommen nicht bereut zu haben schien. „Das geht alles sehr schnell, hier wird wirklich mit unglaublichem Tempo gespielt, die Handlungsschnelligkeit der Spieler imponiert mir sehr.“ Neben der gedanklichen Schnelligkeit dürfte ihn auch der Biss beeindruckt haben, mit dem beide Teams nach der Pause agierten. Es wurde wieder Basketball gearbeitet. Alba führte auch nach dem dritten Viertel, weil Jan-Hendrick Jagla und Akeem Vargas aus einem 50:50 (28.) ein 56:52 machten.

Die Mienen der Fans entspannten sich erstmals sichtbar, nachdem David Logan, mit 16 Punkten bester Berliner Werfer, mit zwei schnellen Dreiern auf 62:52 erhöht hatte. Kendall und Jagla behaupteten dann die zweistellige Führung. Erst ab dem 70:57 ließen sich die Berliner vom erleichterten Applaus ungefährdet zur Schlusssirene tragen. „Solche Spiele muss man durch Arbeit gewinnen und das haben wir getan“, atmete Sportdirektor Demirel durch. Alex King gestand: „Wir haben sehr lahm angefangen aber im im letzten viertel mit unserer Verteidigung das Spiel entschieden.“