Basketball

Nach Bayern-Gala kommt für Alba die Pflicht im Eurocup

Berlins Basketballteam muss nach nur einem Tag Pause in Mons antreten. Die Belgier haben bislang alle vier Spiele verloren und empfangen Alba zur letzten Partie der Hinrunde.

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

24 Stunden nach dem Triumph gegen den FC Bayern München (94:74) war es für Albas Basketballspieler Zeit für einen Mittagsschlaf. Und zwar im belgischen Mons, rund eine Autostunde südlich von Brüssel.

„Ein wenig müde“ seien er und die anderen im Team nach dem glanzvollen Kraftakt gegen den Liga-Primus am Montagmittag schon in das Flugzeug gestiegen“, erzählte Jan-Hendrik Jagla. Aber so sei das eben im Leben eines Profis, auch nach großen Spielen käme das „Alltagsgeschäft“ halt schnell wieder. Im aktuellen Fall spricht Jagla vom Eurocup-Spiel an diesem Dienstag bei Belfius Mons-Hainaut (20.30 Uhr).

Alle wissen, dass das Spiel nur eines in einer langen Saison ist“, blickte Albas 2,15 Meter großer Forward schon mit Abstand auf die Gala seines Teams gegen die Bayern zurück. „Die Belgier sind zwar Tabellenletzter, aber wir spielen auswärts und ein Sieg wäre ungeheuer wichtig. Keiner im Team denkt, dass schon alles geschafft ist.“

Das letzte Spiel der Hinrunde

Alba und Gravelines führen mit je 3:1 Siegen die Gruppe D des Eurocups an. Mons hat bislang alle vier Spiele verloren und empfängt die Berliner zum letzten Spiel der Hinrunde. Sollte den Belgiern ausgerechnet gegen die Bayern-Bezwinger der erste Sieg gelingen, könnte das Alba am Ende teuer zu stehen kommen. „Die können auch Basketball spielen“, sagt Sportdirektor Mithat Demirel. Wie bei jedem Team dürfte auch bei den Belgiern der Knoten irgendwann platzen. Um das im Spiel gegen seine Mannschaft zu verhindern, „dürfen wir sie keinesfalls aufbauen, müssen viel mehr das Spiel von Beginn an mit einer aggressiven Verteidigung kontrollieren.“

Wie gegen die Bayern eben. Die waren allerdings noch zwei Tage zuvor in der Euroleague gegen Malaga angetreten. Jetzt hat Alba mit nur einem Reisetag zwischen zwei Spielen der Alltag wieder. „Man hat schon gesehen, dass die Bayern nicht mit dem mithalten konnten, was wir da aufgefahren haben“, freute sich Demirel. „Wir haben immer gesagt, dass diese Mannschaft immer mehr Intensität mit ins Spiel nehmen muss als der Gegner. Das hat sie gegen die Bayern getan, und das muss sie auch gegen Mons tun.“

Demirel erwartet sein Team wieder „physisch und mental auf der Höhe“ und erklärt auch gleich, wie das gehen soll. „Es werden wohl andere als die, die gegen die Bayern gespielt haben, etwas mehr Spielzeit bekommen.“