Die Erleichterung war Sasa Obradovic anzumerken: „Nachdem wir in den vergangenen Jahren in Würzburg verloren haben, bin ich froh, dass wir das Spiel diesmal gewinnen konnten“, sagte der Trainer von Alba Berlin nach dem 75:67 (39:29) seiner Mannschaft bei den s.Oliver Baskets Würzburg. Schließlich hatten sich die Franken in der Vergangenheit – zumindest in eigener Halle – zu einer Art Angstgegner der Berliner entwickelt. Mit dem traurigen Höhepunkt aus Berliner Sicht im Mai 2012, als Alba im Play-off-Viertelfinale mit 1:3 an den Würzburgern gescheitert war.
Doch diesmal gewannen die Berliner, auch wenn Sportdirektor Mithat Demirel zugeben musste: „Wir haben das Spiel unnötig spannend gemacht.“ Denn von einer komfortablen Führung mit 21 Punkten Differenz (53:32) Mitte des dritten Viertels war drei Minuten vor Schluss nur ein Drei-Punkte-Vorsprung übrig geblieben. Während dieser schlechten Phase „haben wir im Angriff zu viel forciert und ohne Not von außen geschossen“, kritisierte Demirel.
Wieder einmal überragt David Logan
Dass am Ende doch noch alles gut wurde, lag auch an David Logan, der in der Schlussphase völlig cool vier Freiwürfe verwandelte. Der 30-jährige Zugang aus den USA scheint ein Glücksgriff für Alba zu sein. Mit im Schnitt 14 Punkten in den bisherigen drei Bundesligapartien hat er seine Klasse bereits eindrucksvoll bewiesen. Imponierend seine Statistiken in Würzburg: 16 Punkte, sechs Rebounds, fünf Assists und drei Steals.
Center Levon Kendall, der sich von Spiel zu Spiel langsam steigert, war jedenfalls sehr zufrieden. „Heute Abend war ein guter Grund, meinen Job zu lieben“, twitterte er bereits kurz nach Spielende. „Großartige Atmosphäre – und ein guter Sieg.“
Aber allen Beteiligten dürfte nicht verborgen geblieben sein, dass ein stärkerer Gegner als die nach fünf Niederlagen am Tabellenende stehenden Würzburger Albas Schwächephase ganz anders ausgenutzt hätte.
Am kommenden Mittwoch im Eurocup gegen Saragossa
Obradovic setzt darauf, dass der mehrminütige Blackout dem Team eine Lehre ist: „Ich hoffe, dass wir aus diesem Spiel lernen, dass wir auch bei einer hohen Führung nicht nachlassen dürfen und weiter gut spielen müssen.“
Das gilt auch für die anstehende Aufgabe am kommenden Mittwoch (20 Uhr, O2 World) im Eurocup gegen Cai Saragossa. Flügelspieler Jan Jagla spricht vom „ersten Härtetest“. Und Demirel ergänzt: „Das ist ein anderes Kaliber. Die haben exzellente Spieler und sind gut in die Saison gestartet.“ Im europäischen Wettbewerb kam die spanische Mannschaft zum Auftakt zu einem 73:56 gegen die Belgier von Mons-Hainaut.
seb





