Basketball

Alba muss zwei Wochen auf Wohlfarth-Bottermann verzichten

Die 66:67-Auftaktpleite hat für Alba Berlin auch etwas Positives: Jonas Wohlfarth-Bottermann ist nicht so schwer verletzt wie gedacht. Sein Sprunggelenk ist lediglich überdehnt. Dennoch fällt er aus.

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Der schlechten Nachricht vom Sonntag, ein Spiel in letzter Sekunde aus der Hand gegeben zu haben, folgte am Tag darauf eine etwas erfreulichere: Jonas Wohlfarth-Bottermann ist mit einem blauen rechten Fuß davongekommen. Die Bänder in seinem Sprunggelenk sind nur überdehnt. Der 23 Jahre alte Center, der beim 66:67 bei den Artland Dragons nach nur einer Minute Spielzeit umgeknickt war, muss lediglich zehn bis 14 Tage pausieren.

Mit „Ärgerlich!“, kommentiert Sportdirektor Mithat Demirel die Verletzung, ist „aber froh, dass es nichts Schwereres ist“. Wohlfarth-Bottermann habe sich „in der Vorbereitung eine wichtige Position erarbeitet“.

Spekulationen, ob Alba das Spiel in Quakenbrück mit ihm gewonnen hätte, sind natürlich müßig. Fest steht allerdings, dass der 2,08 Meter große Youngster seit seiner Ankunft in Berlin sowohl als Punktesammler als auch bei den Rebounds ein verlässlicher Faktor im Spiel der Berliner war. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass er es vielleicht auch in den letzten 2:33 Minuten der Partie bei den Artland Dragons gewesen wäre.

Alba bricht in Quakenbrück in den letzten Minuten völlig ein

Denn das Team von Sasa Obradovic blieb in dieser entscheidenden Phase bei fünf Wurfversuchen nicht nur ohne Punkte, sondern konnte auch keinen der eigenen Fehlwürfe noch die der Gegner zurückerobern. In besagten zweieinhalb Minuten sicherten sich die Dragons sieben Rebounds, Alba hingegen nur einen.

So war der Weg für Quakenbrücks Center Anthony King zum Matchwinner frei. Er holte die entscheidenden Rebounds und erzielte die letzten beiden Körbe, den alles entscheidenden Korbleger zwei Sekunden vor Spielende.

Albas Logan trifft nur zwei von elf Würfen

„Einige werden sagen, dass es für uns schwerer war, dieses Spiel noch zu verlieren, als zu gewinnen“, sagte Alba-Coach Obradovic, dessen Team gleich zu Beginn bedrohlich in Rückstand geraten war. „Wir sind zurückgekommen und haben das letzte Viertel kontrolliert und die Kontrolle dann verloren. Wir suchen immer noch unser Spiel. Wir haben einige Spieler, die besser spielen werden und müssen. Aber daran glauben wir.“

Bei Letzterem dürfte er auch an David Logan gedacht haben, der in seiner Karriere schon bewiesen hat, dass er Spiele entscheiden kann und dies ja auch bei Alba tun soll. Was aber, wie im Artland, nicht immer klappt. Schütze Logan nahm elfmal Maß, traf aber nur zwei seiner Würfe (18 Prozent). Tröstlich ist, dass das so schnell nicht wieder vorkommen wird und Wohlfarth-Bottermann in einem überschaubaren Zeitraum gesund wird. Die Punkte sind weg, die Saison ist aber noch lang.