Basketball

66:67 in Quakenbrück – Alba startet mit einer Niederlage

Alba Berlin hat das erste Spiel der neuen Bundesliga-Saison verloren: Bei den Artland Dragons fehlte am Ende ein Punkt. Dabei hatten die Berliner kurz vor Schluss noch mit sieben Zählern vorn gelegen.

Foto: Stuart Franklin / Bongarts/Getty Images

Alba Berlin startete mit einer Niederlage in die Bundesliga-Saison. Berlins Basketballteam verlor bei den Artland Dragons in Quakenbrück mit 66:67 (31:36). Nach frühem Rückstand lagen die Berliner zweieinhalb Minuten vor dem Ende mit sieben Punkten in Front, konnten die Führung dann allerdings nicht in einen Sieg ummünzen.

„Das ist super ärgerlich und bitter, dass wir das Spiel so verloren haben“, sagte Alex King enttäuscht auf dem Weg zum Bus. „Aber Sasa (Obradovic, d.R.) kam gleich in die Kabine und sagte: Kopf hoch. Das nächste Mal werden wir das besser machen.“

Alba startete alles andere als optimal Alba in die Partie bei den Dragons. 5:19 Minuten lang stand die Null, aber die auf der falschen Seite. Erst im neunten Berliner Versuch gelang es Levon Kendall, den Ball durch den Korb der Artländer zu bugsieren. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Hausherren allerdings schon acht Punkte vorgelegt. Alba lief hinterher.

Alba-Offizielle fordern Geduld

Scheinbar hatten die Berliner das Selbstvertrauen aus dem Sieg im Champions Cup eine Woche zuvor gegen Bamberg nicht konservieren können. Denn auch der Start der Aufholjagd zeugte von leichter Nervosität. Sie wurde zunächst durch einige Ballverluste erschwert.

Vor dem Saisonstart war von allen Offiziellen des Klubs um Geduld gebeten worden. Die zu spielenden Systeme könnten bei zwölf neuen Spielern ganz einfach noch nicht in Fleisch und Blut sein. In diesem Moment war aber nur wichtig, dass die Mannschaft selbst geduldig blieb. Sie traf noch immer schlecht, obwohl die Würfe zumeist gut herausgearbeitet worden waren.

Erst beim Stand von 6:17 (8.) besserte sich die Wurfausbeute. Als Akeem Vargas und Leon Radosevic Alba auf 10:17 (10.) herangebracht hatten, musste das Team die nächste schlechte Nachricht verdauen. Center Jonas Wohlfahrt-Bottermann knickte um und konnte trotz aller Mühen der medizinischen Abteilung nicht ins Spiel zurückkehren.

66:59-Führung reicht für Berliner nicht zum Sieg

Dennoch gelang es dem Team von Sasa Obradovic, nach dem 10:23 (13.) den Rückstand Korb für Korb zu verkürzen. Mit einer 10:0-Serie, die Jan Jagla zum 25:25 abschloss, war das erste Zwischenziel nach 16:39 Minuten erreicht und die Partie ausglichen. Der Fünf-Punkte-Rückstand zur Halbzeit (31:36) war vergleichsweise überschaubar.

Dabei blieb es vorerst in etwa. Radosevic und Clifford Hammonds hielten Alba im Spiel, auf der anderen Seite antworteten der nur 1,68 Meter große David Holsten und Ex-Alba-Forward Guido Grünheid. Erst Vojdan Stojanovski brachte mit neun Punkten in gut drei Minuten den erhofften Führungswechsel – 56:54 (31.).

Es sah lange so aus, als würde Stojanovski, zusammen mit Radosevic mit jeweils 14 Punkten bester Berliner, der Mann des Spiels werden. Vornehmlich durch ihn und David Logan führten die Berliner 2:33 Minuten vor Schluss 66:59. Was dann ärgerlicherweise doch nicht reichte. Der Mann des Spiels wurde Quakenbrücks Anthony King, der zwei Sekunden vor dem Ende Albas Niederlage mit einem Korbleger besiegelte. Logans Last-Minute-Versuch saß nicht.

Bayern schlagen Bamberg

Bayern München gewann das erste Topspiel der neuen Bundesliga-Spielzeit am Sonntag gegen Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg mit 84:74 (42:33) und feierte damit den zweiten Saisonsieg.

Vor 6.700 Zuschauern im ausverkauften Audi Dome waren Chevon Troutman und Ex-Alba-Guard Nihad Djedovic mit je 14 Punkten die besten Werfer bei den Münchnern. Für die Franken kam Casey Jacobsen auf 17 Zähler.