Basketball

Alba verpflichtet schon den vierten jungen deutschen Spieler

Der achtmalige deutsche Basketball-Meister Alba Berlin bleibt seiner neuen Personalstrategie treu: Die Berliner verpflichteten im 23-jährigen Akeem Vargas bereits den vierten jungen deutschen Spieler für die nächste Saison.

Foto: Hubert Jelinek / pa

Man spricht in der kommenden Saison verstärkt deutsch bei den Basketballern von Alba Berlin. Mit dem 23-jährigen Akeem Vargas wurde der vierte Zugang bekannt gegeben. Der 1,92 Meter große Guard, der in der vergangenen Saison für Göttingen in der zweiten Liga spielte, unterschrieb für zwei Jahre und hat mit seinen drei Vorgängern Ismet Akpinar, Bar Timor und Jonas Wohlfahrt-Bottermann etwas Entscheidendes gemeinsam: einen deutschen Pass.

Joey Ney muss den Klub verlassen, zudem wurde bei Nihad Djedovic die Option auf ein weiteres Jahr nicht wahrgenommen. „Zu den darin festgeschriebenen Konditionen konnten wir uns dazu nicht entschließen“, erklärt Sportdirektor Mithat Demirel. Heißt wohl im Klartext: Es soll nachverhandelt werden.

Auch Redding im Anflug?

Da scheint Alba mit Reggie Redding weiter zu sein. Gerüchten zufolge soll der 1,96 Meter große US-Flügel aus Tübingen nach Berlin kommen. Der 24-Jährige machte dort in der Bundesliga 14 Punkte pro Spiel und holte 5,4 Rebounds.

Ähnliche Werte wie Vargas, der 1990 in Lancaster in den USA geboren, aber noch als Kind mit seiner Mutter nach Deutschland kam. Er besuchte das Basketball-Internat in Urspring, spielte in der Nachwuchs-Bundesliga und später für Tübingen in der ersten und Ehingen in der zweiten Liga. Albas neuer Guard war für sämtliche Jugendnationalmannschaften des DBB sowie für das A2-Nationalteam aktiv und zuletzt in der zweiten Liga Pro A, deren Trainer und Kapitäne ihn zum „Youngster des Jahres“ wählten.

In Göttingen der Topscorer und ein kompletter Spieler

Die Ehrung ist nachvollziehbar, denn Vargas war mit durchschnittlich 14,1 Punkten Göttingens Topscorer, traf 38,8 Prozent seiner Distanzwürfe, holte 4,7 Rebounds und gab auch noch 2,2 Assists. Ein kompletter Spieler also, der für höhere Aufgaben bereit scheint. „Ich habe in Göttingen eine gute Saison hinter mir und will nun den nächsten Schritt machen“, sagt Vargas. Zudem freue er sich „auf die Arbeit mit Sasa Obradovic, der schon in der Vergangenheit bewiesen hat, dass er sehr gut mit jungen Talenten arbeiten und sie entwickeln kann“.

Die Spielzeit bei Alba wird sich Vargas auch allerdings erarbeiten müssen. Mit ihm habe man ein weiteres „junges deutsches Talent im Kader, das auf dem Sprung zur nächsten Entwicklungsstufe ist“, sagt Albas Coach. „In der letzten Saison in Göttingen hat er sich in vielen Bereichen stark verbessert, so dass zahlreiche Teams in Deutschland an ihm interessiert waren.“ Diesem Vorschuss-Lorbeer muss Vargas jetzt nur noch gerecht werden.