Basketball

Alba Berlin siegt bei Play-off-Generalprobe knapp

Mit Mühe besteht Basketball-Pokalsieger Alba Berlin in der Arena am Ostbahnhof seine Playoff-Generalprobe gegen Bayreuth. Im Viertelfinale trifft der Verein auf Bayern München.

Alba siegt bei Play-off-Generalprobe knapp

Gegen Bayreuth gewannen die Berliner eine niveauarme Partie dank eines starken Schlussviertels knapp mit 75:74. Sven Schultze und Heiko Schaffartzik kommentieren das Spiel im Alba-Fantalk.

Video: BMO
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Am Ende gab es doch noch zufriedene Gesichter: Durch eine Steigerung nach der Pause hat das Basketballteam von Alba Berlin am Sonnabend die Hauptrunde mit einem 75:74 (35:42) gegen BBC Bayreuth abgeschlossen.

Im Play-off-Viertelfinale heißt der Gegner jetzt Bayern München, die Bayern genießen Heimvorteil. „Jetzt geht’s erst richtig los“, meinte Kapitän Sven Schultze. „Es gibt doch nichts Besseres als gegen die Bayern zu spielen.“

Die Best-of-five-Serie beginnt am kommenden Sonnabend in München (17 Uhr), es folgen Spiele in Berlin (8. Mai, 19.30 Uhr) und in München (12. Mai, 14 Uhr), potenzielle weitere Termine: am 14. Mai in Berlin (Zeit noch offen) und am 18. Mai in München (21 Uhr).

Unter besonderer Beobachtung stand natürlich Albert Miralles. Der Spanier, der als überzähliger Ausländer zuletzt meistens nur Zuschauer war, muss auf der Center-Position jetzt den am Knie verletzten Ali Traoré ersetzen. Da außerdem DaShaun Wood (Achillessehnen-Beschwerden) und Derrick Byars (Rückenprobleme) fehlten, trat Alba am Sonnabend nur mit fünf Ausländern an.

In der ersten Hälfte reihte sich Miralles (insgesamt vier Punkte in 19 Minuten) unauffällig in eine verunsicherte Mannschaft ein, bei der es erneut vorne und hinten nicht stimmte. Zuletzt hatte Alba mit Wood als Spielmacher nicht überzeugen können, aber ohne ihn ging fast noch weniger. Je’Kel Foster (10) und auch Heiko Schaffartzik (Topscorer mit 15 Punkten) konnten das Spiel lange nicht entscheidend lenken.

In der Defensive ließen sich die Berliner von den Gästen immer wieder düpieren, das Ergebnis waren zum Beispiel sechs erfolgreiche Dreier bis zur Pause. Zu diesem Zeitpunkt hatte Alba einen maximalen Rückstand von 13 Punkten (27:40/17. Minute) zumindest auf überschaubare sieben Zähler (35:42) reduziert.

Es wurde erst einmal nicht besser, da konnte sich Alba-Coach Sasa Obradovic aufregen, wie er wollte. Sein Team spielte weiter fahrig (37:46/23.). Aber langsam wurde in der Verteidigung richtig aggressiv hingelangt, alle steigerten sich. Vor 10.775 Zuschauern war zehn Minuten vor Ende alles drin (50:54).

Alba war erwacht: Schultze (9 Punkte), das kämpferische Vorbild, glich zum 54:54 (32.) aus. Später verschafften neun Punkte des aufdrehenden Schaffartzik in Serie zum 67:61 (37.) etwas Luft, doch Bayreuth konterte: 19 Sekunden vor Schluss nur noch 71:69. 8,6 Sekunden vor Ende behielt Deon Thompson (12) mit Freiwürfen die Nerven (73:69), postwendend 73:72. Dann Freiwürfe von Nihad Djedovic (14) zum 75:72, gleich 75:74, doch es war geschafft.